Direkt zum Inhaltsbereich

Adalimumab kann doch noch Therapieerfolg bringen

SAN DIEGO (gvg). Sechs von zehn Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), die erfolglos mit anderen TNF alfa-Blockern behandelt wurden, sprechen auf eine Therapie mit Adalimumab an. Das zeigt eine neue Auswertung der ReAct-Studie.

Veröffentlicht:

An der vom Unternehmen Abbott unterstützten Studie ReAct (Research in Active Rheumatoid Arthritis) nahmen über 6600 RA-Patienten aus 71 rheumatologischen Zentren in Deutschland teil (wir berichteten).

Sie hatten zuvor auf eine beliebige Standardtherapie nicht zufriedenstellend angesprochen. Die Patienten wurden deswegen auf Adalimumab (Humira®) umgestellt, das in einer Dosis von 40 Milligramm alle zwei Wochen als Subkutaninjektion gegeben wurde.

819 Patienten waren vor dem Beginn der Adalimumab-Behandlung bereits erfolglos mit anderen Biologicals behandelt worden. In einer Posterpräsentation auf dem Kongreß des American College of Rheumatology in San Diego sind zu diesen Patienten vor kurzem genauere Daten präsentiert worden.

Die Daten belegen, daß bei mangelhaftem Ansprechen auf ein Biological nicht automatisch die ganze Klasse der Substanzen ad acta gelegt werden sollte. Denn fast zwei von drei der mit einem Biological vorbehandelten Patienten sprachen innerhalb von zwölf Wochen auf die Therapie mit Adalimumab an.

Bei ihnen kam es zu einer mindestens 20prozentige Verbesserung auf dem RA-Score des American College of Rheumatology, was als ACR20-Antwort bezeichnet wird. Für den ACR-Score werden etwa die Zahl der schmerzhaften und geschwollenen Gelenke und die Funktionseinschränkung berücksichtigt.

Immerhin ein Drittel hatte sogar eine ACR50-Antwort, was einer deutlichen klinischen Besserung bei der Beschwerdesymptomatik entspricht. Und immer noch 13 Prozent erreichten innerhalb von zwölf Wochen eine klinische Remission.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Von DiGA bis Chatbot

Wie KI hilft, die rheumatologische Versorgung zu verbessern

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Lesetipps
Eine Frau hält Tabletten in der Hand

© Dusan / stock.adobe.com

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Nahaufnahme eines Patient, der den Gesundheitsbereich der ChatGPT-App verwendet.

© Azulblue / stock.adobe.com

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Dass Sport einen positiven Effekt bei Patienten mit Depressionen hat, ist nichts Neues. Der Casus Knacksus ist die Motivation.

© Rifqi Muflih / stock.adobe.com

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?