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Adipositas schützt Gehirn vor Plasmodien

PARIS (wsa). Fettleibigkeit bietet Mäusen offenbar einen gewissen Schutz vor den Folgen einer Infektion mit Erregern der Malaria. Die Plasmodien vermehren sich zwar im Blut, dringen aber nicht in das Gehirn, so dass übergewichtige Mäuse länger als normgewichtige Mäuse leben.

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Noch ist unklar, worauf die erhöhte Widerstandsfähigkeit der adipösen Mäuse beruht, so französische Wissenschaftler im "Malaria Journal" (7, 2008, 81). Die Forscher vom Institut de Recherche pour le Dévelopement in Paris infizierten je 14 adipöse und nichtadipöse Mäuse mit Plasmodium berghei. Bei den normalgewichtigen Tieren drangen die Plasmodien schnell in das Gehirn ein und führten in den meisten Fällen innerhalb von sechs Tagen zum Tod.

Bei den fettleibigen Tieren entwickelte sich keine zerebrale Malaria. Stattdessen vermehrten sich die Parasiten im Blut so stark, dass die Mäuse nach 18 bis 25 Tagen an einer schweren Anämie starben.

Eine mögliche Erklärung könnte darin bestehen, dass sich die Mutation im Leptin-Gen, die bei den Mäusen für die Fettleibigkeit verantwortlich war, auch auf das Immunsystem auswirkte, so Dr. Delphine Depoix (New Scientist 198 / 2658, 2008, 12). Vielleicht habe aber auch der bei den kranken Mäusen erhöhte Blutzuckerspiegel eine Bedeutung. Dieser würde der Reduktion des Zuckergehalts im Blut bei einer Malariainfektion entgegenwirken und könnte dadurch die Widerstandskraft verstärken.

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