Kritik an Kosten

„Ärzte ohne Grenzen“: „Jeder zweite Diabetiker hat keinen Zugang zu Insulin“

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ warnt davor, dass Millionen Diabetes-Patienten weltweit keinen Zugang zu Insulin haben.

Veröffentlicht:

Berlin. „Millionen Diabetespatienten weltweit haben schon jetzt keinen Zugang zu Insulin und der Bedarf wird in die Höhe schießen“, warnt „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) in einer Mitteilung.

Nach Angaben von MSF verlangten Insulin-Hersteller Preise, die sich viele Menschen in ärmeren Ländern nicht leisten könnten. „Eine Jahresdosis Insulin für einen Patienten kostet in der Herstellung rund 120 Euro. Ärzte ohne Grenzen muss aber an die Hersteller zwischen 250 und 1030 Euro zahlen, um einen Patienten in ärmeren Ländern ein Jahr versorgen zu können“, kritisiert MSF.

Die Organisation begrüßt ein „Präqualifizierungsprogramm“ der WHO, das seit 2019 mehrere Hersteller dabei unterstützt, generische Insuline zu günstigeren Preisen bereitzustellen. Dieser Prozess müsse aber beschleunigt werden, so MSF. (eis)

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