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Akupunktur wirkt bei Gonarthrose für kurze Zeit

BERLIN (gwa). Eine achtwöchige Akupunktur-Therapie nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei Knie-Arthrose reduziert Schmerzen und Steifheit signifikant im Vergleich zu einer Sham-Akupunktur oder Standardtherapie. Der Effekt hält aber kein halbes Jahr an.

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In den vergangenen Monaten wurden mehrere Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur bei Gonarthrose veröffentlicht und sorgten für Diskussionen. Etwa die Zwischenergebnisse der GERAC-Studie, bei der Akupunktur bei Gonarthrose signifikant wirksamer war als eine Standardtherapie, ohne daß es signifikante Unterschiede zwischen wahrer und Sham-Akupunktur gab. Bei Sham-Akupunktur wird an Nicht-Akupunkturpunkten gestochen, oft auch oberflächlicher (minimale Akupunktur).

Dr. Claudia Witt von der Charité in Berlin und ihre Kollegen haben jetzt Daten zur Überlegenheit einer achtwöchigen Akupunktur-Therapie nach TCM-Kriterien im Vergleich zu einer Sham-Akupunktur veröffentlicht (Lancet 366, 2005, 136).

In einer Multicenter-Studie erhielten 300 Patienten mit Gonarthrose randomisiert entweder eine TCM-Akupunktur oder minimale Akupunktur, jeweils zwei Sitzungen pro Woche im ersten Monat, dann eine Sitzung pro Woche im zweiten Monat. Eine dritte Gruppe wurde in eine Warteliste aufgenommen. Bei Bedarf durften alle Patienten nicht-steroidale Antiphlogistika einnehmen.

Acht Wochen nach Therapiebeginn hatten Patienten mit TCM-Akupunktur signifikant weniger Schmerzen und Steifigkeit als Patienten in der Sham-Akupunktur-Gruppe. Dieser Unterschied war aber nach 26 Wochen verschwunden.

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