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Akute Hepatitis B verschwindet aus Alaska

Mit einem Programm zur Säuglingsimpfung wurde Hepatitis B bei jungen Ureinwohnern von Alaska praktisch eliminiert.

Veröffentlicht:
Neugeborenen-Impfprogramm in Alaska zeigt Erfolg: Letzte akute Hepatitis-B-Infektion trat 1992 auf.

Neugeborenen-Impfprogramm in Alaska zeigt Erfolg: Letzte akute Hepatitis-B-Infektion trat 1992 auf.

© Dmitry Naumov / fotolia.de

ANCHORAGE (eis). Vor Einführung von Impfprogrammen war die Hepatitis-B-Rate bei der Urbevölkerung von Alaska die höchste in den gesamten USA. Den Effekt eines im Jahr 1984 gestarteten Neugeborenen-Impfprogramms auf die Raten von akuter Hepatitis B und hepatozellulärem Karzinom haben jetzt Forscher um Dr. Brian J. McMahon vom Alaska Native Medical Center in Anchorage untersucht (Hepatotolgy 2011, online 19. Juli).

Nach den Daten eines nationalen Surveillance-Registers wurden 1981/82 bei den unter 20-Jährigen aus dieser Bevölkerungsgruppe noch 19 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner gezählt. Zum Vergleich: In den Jahren 1993/94 gab es bei jungen Ureinwohnern Alaskas keine akute Hepatitis B mehr.

Die letzte akute Hepatitis-B-Infektion in der Altersgruppe bei den jungen Ureinwohnern wurde 1992 beschrieben.

Ebenso sank die Rate von hepatozellulärem Karzinom (HCC) bei den unter 20-Jährigen, wie www.impfbrief.de berichtet. So wurden zwischen 1984 und 1988 drei HCC-Erkrankungen in dieser Altersgruppe registriert im Vergleich zu keiner Erkrankung zwischen 1995 und 1999. Der letzte Fall von HCC bei jungen Ureinwohnern trat 1999 auf.

Und schließlich sank auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Nachweis von Hepatitis B surface antigen (HBsAg) als Anzeichen einer chronischen Infektion von 657 im Jahr 1987 auf zwei im Jahr 2008. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der Urbevölkerung Alaskas von 75.000 auf 130.000 Einwohner zu.

Fazit: Durch das Säuglings-Impfprogramm in Verbindung mit Massen-Screening und Impfung empfänglicher Einwohner wurden akute Hepatitis B und HCC in der jungen Urbevölkerung eliminiert.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Rückenwind für Impfprogramm

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