Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Alarmierende Signale

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Es ist schon erschreckend, wenn dreijährige Kinder im Schnitt fast drei Stunden täglich auf elektronische Bildschirme starren, wie eine kanadische Studie mit gut situierten Mittelschichtfamilien nahelegt. Erschreckend nicht nur deswegen, weil vielen Eltern offenbar jedes Gespür für die Bedürfnisse ihrer Kinder fehlt, sondern auch, weil derart viel Zeit mit überwiegend passivem Medienkonsum der Gehirnentwicklung schadet.

In der Studie schnitten Kinder mit der höchsten Mediennutzung Jahre später in motorischen und kognitiven Tests am schlechtesten ab. Kinder, die mit Bildschirmgeräten statt Bauklötzen und Menschen spielen, tun ihrem Gehirn offenbar nichts Gutes.

Das liegt wohl nicht primär an den Geräten selbst als vielmehr an der Zeit, die fürs Toben, Welterkunden und für Interaktionen mit anderen Menschen fehlt. Lesen Eltern ihren Kindern vor und spielen viel mit ihnen, lassen sich kaum noch negative Effekte der Bildschirmzeit nachweisen.

Wer jedoch beobachtet, wie kleine Kinder in der Straßenbahn verzweifelt um Aufmerksamkeit betteln, während ihre Eltern wie besessen am Smartphone kleben, ahnt, dass viele Eltern für die Entwicklung des Nachwuchses keine große Hilfe sind. Und das ist ein wahrhaft alarmierendes Zeichen.

Lesen Sie dazu auch: Entwicklungsstörung: Viel Fernsehen verzögert die kindliche Entwicklung

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hinweise aus Fall-Kontroll-Studie

Koffein als Trigger früher kryptogener Schlaganfälle?

Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen

Lesetipps
Viren schweben über Kot.

© Shawon / Generated with AI / Stock.adobe.com

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen