Allergietherapie täuscht das Immunsystem

NEU-ISENBURG (ple). Patienten mit allergischer Rhinitis sprechen offenbar gut auf ein neuartiges, zurzeit in Studien geprüftes Immuntherapeutikum an. Im Vergleich zu Placebo werden die Heuschnupfen-Symptome deutlich gelindert.

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An einer Placebo-kontrollierten Phase-II-Studie nahmen 40 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Rhinitis aufgrund einer Gräserpollen-Allergie teil. Vor Studienbeginn hatten die Patienten beim konjunktivalen Provokationstest eine mediane Punktzahl von neun (maximal 15 Punkte), beurteilt anhand der Rötung der Augen und der Symptom-Bewertung durch die Patienten.

In der Placebo-Gruppe hatte sich zwei Wochen nach der sechswöchigen Therapie nichts verändert. In der Verumgruppe betrug die Punktzahl im Provokationstest nur noch vier, wie das Schweizer Unternehmen Cytos mitteilt.

Den Patienten der Verumgruppe wurde ein Gräserpollenextrakt mit einem Immunstimulus namens QbG10 sechsmal wöchentlich subkutan in den Oberarm gespritzt. Das Besondere an dem Stimulus: Er besteht aus einem virusähnlichen Partikel, gefüllt mit einem DNA-Fragment. Das genetische Material kommt vor allem in Bakterien vor. Es täuscht eine bakterielle Infektion vor - statt zur Allergie kommt es zur Abwehr der Pollen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Ausgetrickstes Immunsystem

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