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Regionale Blockade

Anästhesie mit Ultraschall bald Standard?

Der hochauflösende Ultraschall hat die Präzision der Regionalanästhesie maßgeblich erhöht und etabliert sich zunehmend als Standard.

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Einsatz moderner, hochauflösender Ultraschallgeräte sollte sich als Standard zur Nervenlokalisation in der peripheren Regionalanästhesie etablieren, lautet eine Handlungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI). Anästhesisten können mit Ultraschall die zu blockierenden Nerven gezielt lokalisieren und betäuben.

Das Verfahren habe zu einem Paradigmenwechsel im Arbeitsalltag der Anästhesisten geführt. Aktuell werde dazu eine S1-Leitlinie erarbeitet, teilt die DGAI mit.

Etwa 10 bis 30 Prozent aller Anästhesieverfahren seien periphere Nervenblockaden oder eine Kombination mit einer Allgemeinanästhesie. Demnach würden etwa zwei bis vier Millionen Nervenblockaden jährlich in Deutschland durchgeführt.

Für den Patienten hat eine Regionalanästhesie viele Vorteile. Herz-Kreislauf-System und Atemwege werden weniger belastet, Nebenwirkungen einer Allgemeinanästhesie wie Erbrechen, Übelkeit und Benommenheit entfallen, der Patient erholt sich schneller und sei früher mobil, so die DGAI.

Auch nach der Op könne die Schmerzausschaltung durch Anlage eines Katheters mit einer vom Patienten kontrollierten Schmerzmittelgabe verlängert werden. Mit Ultraschallgestützter Nervenlokalisation ließe sich im Vergleich zur herkömmlichen elektrischen Nervenstimulation zudem eine schnellere und längere Schmerzausschaltung mit weniger Narkosemittel erzielen.

Da die Studienlage keine evidenzbasierte Empfehlung zu Bedeutung, Nutzen und Einsatz der Verfahren zulässt, haben wissenschaftliche Arbeitskreise eine gemeinsame Empfehlung veröffentlicht. (eb)

www.dgai.de

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