Krebs

Angiogenese im Fokus künftiger Krebstherapien

HEIDELBERG (eb). Die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) gilt als eines der wichtigsten Angriffsziele für neue Krebstherapien. Einer der Hauptregulatoren der Angiogenese ist das Signalmolekül Angiopoietin-2 (Ang-2).

Veröffentlicht: 05.06.2012, 16:54 Uhr

Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum und an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg entdeckten nun, dass Ang-2 die Gefäßneubildung sogar auf zweierlei Weise beeinflusst: Es wirkt einerseits auf das Aussprossen neuer Kapillaren, andererseits beeinflusst es die Ausreifung des neugebildeten Gefäßsystems. Gegen Ang-2 gerichtete Krebstherapien könnten die Gefäßneubildung daher von zwei Seiten zugleich angreifen (J Clin Invest 2012; 122(6): 1991-2005).

"Es gibt bereits Arbeiten, die zeigen, dass Ang-2 ein geeignetes Zielmolekül für neue Therapien ist, die sich gegen die Blutversorgung von Tumoren richten. Als aussichtsreich gelten vor allem Kombinationen mit den bereits zugelassenen anti-angiogenen Medikamenten", wird Professor Hellmut Augustin vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in einer Mitteilung zitiert.

Heute bereits verfügbare Medikamente richten sich etwa gegen VEGF, den Gefäßwachstumsfaktor, der neue Blutbahnen sprossen lässt.

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