Anti-Alzheimer-Diät: Fisch, Nüsse, Obst, Salat

NEW YORK (mut). Es scheint sie tatsächlich zu geben, die richtige Diät gegen Alzheimer: Wer über die Nahrung viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Folsäure zu sich nimmt, erkrankt seltener.

Veröffentlicht:
Fisch gefüllt mit Nüssen und dazu Salat.

Fisch gefüllt mit Nüssen und dazu Salat.

© Leonid Nyshko / fotolia.com

Ältere Menschen, die sich strikt an eine mediterrane Diät mit viel Fisch, viel Obst und Gemüse, aber wenig Rind- und Schweinefleisch halten, erkranken zu 40 Prozent seltener an Alzheimer als Menschen, die viel rotes Fleisch aber wenig Grünzeug konsumieren. Das haben US-Forscher aus New York schon vor einigen Jahren herausgefunden. Nun wollte das Team um Dr. Nikolaos Scarmeas wissen, ob auch andere Diäten der Erkrankung vorbeugen und ob es möglicherweise an einzelnen Nahrungsbestandteilen liegt, wenn bestimmte Diäten mit einem niedrigeren Alzheimerrisiko einhergehen.

Dazu haben die Forscher Daten von zwei großen prospektiven Studien analysiert, in denen knapp 2150 ältere Menschen alle eineinhalb Jahre einen Fragebogen mit 60 Fragen zu ihrer Ernährung ausfüllten. Aus diesen Angaben ließen sich Rückschlüsse über die genaue Zusammensetzung ihrer Nahrung ziehen. Insgesamt erkrankten in den jeweils vier Jahre dauernden Studien etwas mehr als zehn Prozent der Teilnehmer an Alzheimer. Die Forscher suchten nun nach verschiedenen Ernährungsmustern, die in der Zusammensetzung von denjenigen Fettsäure- und Vitaminen variierten, bei denen ein Zusammenhang mit dem Alzheimerrisiko vermutet wird. Dazu zählen gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Vitamin B12 und Folsäure. Von sieben geprüften Ernährungsmustern korrelierte jedoch nur eines mit der Alzheimerrate: eine Diät mit hohem Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, viel Vitamin E und Folsäure, aber relativ wenig Vitamin B12 und wenig gesättigten Fettsäuren. Teilnehmer mit diesem Muster aßen viel Gemüse (vor allem Salat, Kohl, Rettich) viel Obst, Nüsse, Fisch und Geflügel, aber wenig fettreiche Milchprodukte sowie wenig rotes Fleisch, Innereien und Butter. Ihre Alzheimerrate war um 38 Prozent niedriger als bei den Teilnehmern, deren Ernährung am wenigsten dieser Diät entsprach. Und: Ihre Ernährung entsprach weitgehend der Mittelmeerkost mit viel Fisch, Obst und Gemüse aber wenig rotem Fleisch (Arch Neurol online).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3, 17–19]

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gesetzliche Unfallversicherung

Arbeitsunfall: Was bei der Schmerzversorgung gilt

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt

Lesetipps
Schrörs

© Porträt: Antje Boysen/DEGAM | Sp

Sie fragen – Experten antworten

Brustkrebspatientin gegen Herpes zoster impfen?