Antidepressivum bessert auch die Kognition

MÜNCHEN (wst). Bei schwereren Depressionen haben die Patienten oft auch kognitive Störungen. Solche Störungen werden durch einige Antidepressiva weiter verstärkt, durch Reboxetin jedoch gemindert.

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Besonders trizyklische Antidepressiva können die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen, hat Professor Max Schmauß vom Bezirkskrankenhaus Augsburg berichtet. Das liege vor allem an den anticholinergen und antihistaminergen Eigenschaften, so Schmauß auf einer Veranstaltung des Unternehmens Merz in München.

Der selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer Reboxetin (Solvex®) verbesserte hingegen in Studien die kognitiven Funktionen von Patienten mit Depressionen deutlich: So wurden 74 akut an Depression erkrankte Patienten acht Wochen lang entweder mit täglich 8 bis 10 mg Reboxetin, 20 bis 40 mg Paroxetin oder mit Placebo behandelt.

Die Wirksamkeit von Reboxetin und Paroxetin - gemessen mit Depressionsskalen - sei etwa gleich gut und signifikant besser als die von Placebo gewesen. Bei den kognitiven Leistungen habe die Therapie mit Reboxetin am besten abgeschnitten. Dies sei im Test zur Daueraufmerksamkeit besonders deutlich gewesen, so Schmauß.

Für Schmauß ist Reboxetin ein Antidepressivum der ersten Wahl: Wenn ein depressiver Patient ohnehin ein kognitives Defizit hat, wenn kognitive Defizite durch eine antidepressive Therapie bekannt sind, oder wenn der Patient hohen kognitiven Anforderungen im Beruf ausgesetzt ist.

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