Bluthochdruck

Antihypertensiva - bis zum Ende der Proteinurie

MÜNCHEN (wst). Für Patienten mit Proteinurie verlangen die aktuellen Hypertonieleitlinien Blutdruckwerte unter 130 / 80 mmHg. Doch auch wenn dieses Ziel erreicht ist, muss die antihypertensive Therapie solange weiter intensiviert werden, bis die Proteinurie messbar zurück geht.

Veröffentlicht: 20.11.2007, 05:00 Uhr

Auf diesen wichtigen Sachverhalt hat der Nephrologe Professor Teut Risler aus Tübingen auf dem vom Unternehmen MSD unterstützten "Kardiologen Forum 2007" in München hingewiesen. Eine krankhafte Proteinurie bedeute ein erhebliches kardiovaskuläres sowie renales Risiko. Darüber hinaus gehe eine sinkende Eiweißausscheidung nachweislich mit einer Prognoseverbesserung einher, und zwar unabhängig vom Blutdruck, so Risler.

Als effektivste antihypertensive Substanzen für die Monotherapie bezeichnete Risler in diesem Zusammenhang Sartane wie Losartan (Lorzaar®). Selbst wenn eine Dosissteigerung den Blutdruck nicht nennenswert senkt, kann damit dennoch oft die Proteinurie günstig beeinflusst werden. Reicht ein Sartan allein nicht aus um die Proteinurie zu mindern, rät Risler zur Kombination mit einem ACE-Hemmer.

Ein geringfügiger Anstieg des Serumkreatinin-Wertes während einer antihypertensiven Therapie ist bei Nierenpatienten nach Rislers Erfahrung eine Folge des mit dem Blutdruck sinkenden Filtrationsdruckes. Solch eine Veränderung sei eher ein Zeichen des Anschlagens der Therapie als ein zur Dosisreduktion veranlassendes Alarmsignal, sagte Risler.

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