Kommentar zu CEUS

Attraktiv für Arzt, Patient und Kassen

Von Philipp Grätzel von GrätzPhilipp Grätzel von Grätz Veröffentlicht:

Der kontrastmittelverstärkte Ultraschall (CEUS) hat sich aus seinem Nischendasein unterhalb des rechten Rippenbogens befreit und erschließt sich jenseits der Leber neue Indikationsfelder.

Die Modalität ist patientenfreundlich und arztfreundlich: Sie kommt ohne Strahlung aus und nutzt ein Kontrastmittel, das nach bisher zehnjähriger Erfahrung als sicher gilt.

Und für Ärzte ist CEUS deswegen attraktiv, weil eine Ultraschalluntersuchung immer noch schneller zu haben ist als die große Schnittbilddiagnostik.

In Deutschland wird immerhin das Kontrastmittel für den CEUS-Ultraschall erstattet. Auf Dauer freilich wird das Abrechnungssystem durch eine Zusatzvergütung der Tatsache Rechnung tragen müssen, dass CEUS etwas aufwändiger ist als der B-Bild-Ultraschall.

Günstig ist, dass der Einsatz von CEUS bisher recht gut umrissen ist. Für jede Nachuntersuchung bei Patienten mit Stentgraft in der Aorta per CEUS fällt ein CT weg. Das dürfte auch für Kostenträger attraktiv sein.

Und der Einsatz von CEUS zur Optimierung der Triage in Notaufnahmen sollte zumindest evaluiert werden, etwa in Selektivverträgen. Denn auch hier könnte potenziell einiges an deutlich invasiverer und teurerer Diagnostik eingespart werden.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Ein neuer Konkurrent für CT und MRT

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