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Atypikum mindert Symptome bei Schizophrenie rasch

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BERLIN (aw). Atypische Neuroleptika zählen zu den Standardtherapeutika bei Schizophrenie. Mit Paliperidon ER (extended release) steht seit kurzem ein Abkömmling des bewährten Antipsychotikums Risperidon zur Verfügung. Das Besondere: Bereits innerhalb weniger Tage kommt es zu einer nachhaltigen Reduktion der Schizophrenie-Symptome.

Bei einem an Schizophrenie erkrankten Menschen gerät die Wirklichkeit des Betroffenen ins Wanken und kann seine Identität zerstören.

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© Foto: Peter Endig/ddp

Das haben etwa die gepoolten Daten von drei randomisierten Doppelblindstudien mit sechswöchiger Laufzeit belegt. Die Daten hat Professor Hans-Jürgen Möller aus München bei einer Veranstaltung des Unternehmens Janssen-Cilag in Berlin vorgestellt. In Dosierungen von 3 bis 12 mg täglich reduzierte Paliperidon ER (Invega®) den PANSS-Wert (Positive and Negative Symptom Scale, maximal 210 Punkte) um 15 bis 20 Punkte.

"Aus klinischer Sicht ist bemerkenswert, dass sich bereits am vierten Behandlungstag eine signifikante Überlegenheit im Vergleich mit Placebo zeigte", sagte Möller. Nach Studiendaten kann das neue Atypikum verglichen mit Placebo zudem das Rezidivrisiko signifikant verringern. "Mit Paliperidon betrug die Zeit bis zum ersten Rückfall 68 Tage, im Placeboarm kam es hingegen schon nach 23 Tagen zum ersten Rezidiv", sagte Möller.

Auch bereits behandelte Patienten können von einer Umstellung auf Paliperidon ER profitieren. Dies legen die Daten zweier Subgruppenanalysen von drei placebokontrollierten Studien nahe. In der ersten Analyse wurden die Daten von 153 Patienten ausgewertet, die bereits mit Olanzapin behandelt worden waren, in die zweite Analyse gingen die Daten von 198 Patienten ein, die zuvor mit dem Atypikum Risperidon therapiert worden waren.

Wie sich zeigte, verlief der Wechsel auf das neue Medikament problemlos. Paliperidon konnte die Schizophrenie-Symptome weiter reduzieren und wurde darüber hinaus gut vertragen. In beiden Studien zeigte sich eine klinisch relevante Reduktion des PANSS-Wertes. Klinisch auch bedeutsam: Das neue, atypische Neuroleptikum verbesserte auch das psychosoziale Funktion im Vergleich zu Placebo signifikant.

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