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Gefahr von Hepatitis-Infektionen

Auf Reisen die Leber schützen!

Risikogebiet für Hepatitis-A-Infektionen ist der bei Urlaubern beliebte Mittelmeerraum. Schutz bietet eine Impfung.

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Wer auf sorgfältige Hand- und Lebensmittelhygiene achtet und sich vor dem Urlaub gegen Hepatitis A impfen lässt, verringert sein Infektionsrisiko.

Wer auf sorgfältige Hand- und Lebensmittelhygiene achtet und sich vor dem Urlaub gegen Hepatitis A impfen lässt, verringert sein Infektionsrisiko.

© Dan Race / Fotolia

BERLIN. Bei Urlaubern beliebte Reiseziele wie der Mittelmeerraum, aber auch die meisten tropischen Gebiete sowie Osteuropa zählen zu den Risikogebieten für eine Hepatitis-A-Infektion. Weiter verbreitet als lange angenommen sind zudem Infektionen mit dem Virus-Typ E – nicht nur auf Reisen, sondern auch in Deutschland besteht eine Infektionsgefahr.

Wer auf sorgfältige Hand- und Lebensmittelhygiene achtet und sich vor dem Urlaub gegen Hepatitis A impfen lässt, verringert sein Infektionsrisiko, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit. Eine Impfung gegen das Hepatitis-E- Virus steht nicht zur Verfügung.

Hepatitis-A-Viren kommen ja nur beim Menschen vor und werden in der Regel fäkal-oral übertragen. "Weil die Viren recht umweltstabil sind, kann im Prinzip jedes Obst und jeder Salat, der durch schmutzige Hände gegangen ist, infektiös sein", wird Professor Christian Trautwein, Mitglied der DGVS, in der Mitteilung zitiert. Auf Reisen sei es sinnvoll, Nahrungsmittel am besten zu kochen oder zu schälen. Vor allem Muscheln und Austern gehörten zu den häufig mit Hepatitis-A-Viren belasteten Nahrungsmitteln. Zwei Minuten kochen bei 85 bis 100 Grad tötet die Erreger jedoch zuverlässig ab.

Für die nahe verwandten Hepatitis-E-Viren gelten im Wesentlichen dieselben Übertragungswege. Sie können sich jedoch – je nach Subtyp – nicht nur im Menschen, sondern auch in Tieren wie Schweinen, Wildschweinen, Rindern oder Kamelen vermehren. Während Infektionen im Ausland zum Großteil durch kontaminiertes Wasser verursacht werden, gehen sie in Deutschland vor allem auf nicht durchgegartes Schweine- und Wildfleisch zurück. "Die Diagnose von Hepatitis E-Fällen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen – wobei nicht geklärt ist, ob die Fälle tatsächlich zunehmen oder eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Infektionen zu mehr Diagnosen führt", so Trautwein. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben sich in den vergangenen Jahren rund 320.000 Deutsche jährlich neu mit dem Hepatitis E-Virus infiziert.

Die Hepatitis A-Impfung ist für jeden empfohlen, der in Risikogebiete reist. Impfstoffe gibt es als Einzelvakzine und in Kombination mit einer Hepatitis-B- oder einer Typhus-Impfung. Bei der reinen Hepatitis-A-Impfung reichen zwei Impfstoffgaben im Abstand von sechs Monaten aus, um mindestens zehnjährigen, womöglich sogar lebenslangen Schutz zu gewährleisten. "Schützende Antikörper sind aber schon rund zwei Wochen nach der ersten Impfung vorhanden", erläutert Trautwein. Das sei deutlich kürzer als die Inkubationszeit von drei bis vier Wochen. Eine Impfung sei auch noch kurz vor Antritt der Urlaubsreise möglich, so Trautwein. (eb)

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