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Auf das Bauchfett kommt es an

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Der Body-Mass-Index (BMI) ist nicht das Maß aller Dinge, wenn es um Übergewicht und das Diabetes-Risiko geht. Entscheidend ist, wo die überschüssigen Kalorien gespeichert werden. Besonders hoch ist das Diabetes-Risiko bei zu viel Bauchfett. Der Taillenumfang gibt an, wie es um das Bauchfett steht.

Ein dicker Bauch ist nicht nur ein Energie-Speicher, er ist auch ein endokrines Organ, das Herz und Kreislauf schädigen kann. So ist viszerales Fett metabolisch aktiver als etwa Unterhaut-Fettgewebe und besteht vorwiegend aus großen, Insulin-resistenten Adipozyten. Diese Zellen setzen vermehrt veresterte Fettsäuren frei, was die Entstehung von Atherosklerose begünstigt. Zudem produzieren Bauchfett-Zellen entzündungsfördernde Botenstoffe.

Nach Studienergebnissen nimmt auch der HbA1c-Wert mit der Bauchfettmenge zu. Diese Menge erlaubt daher eine gute Prognose, wie hoch das Risiko ist, Diabetes zu bekommen - und sie läßt sich über den Taillenumfang einfach ermitteln.

So war der Taillenumfang in einer prospektiven Studie mit über 27 000 Männern ein besserer Prädiktor für einen Typ-2-Diabetes als der BMI.

84 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen, die innerhalb von 13 Jahren auftraten, kamen bei Männern mit einem Taillenumfang von über 94 cm vor. Bei einem Umfang von über 102 cm war das Risiko sogar um den Faktor 12 erhöht (Am J Clin Nutr 81, 2005, 555).

"Ein erhöhtes Diabetes-Risiko besteht bei Männern bereits ab einem Bauchumfang von 88 cm, bei Frauen von 102 cm", so Professor Alfred Wirth von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. (mut)

Lesen Sie dazu auch: Zuviel Cholesterin setzt den Gefäßen am meisten zu

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