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Kommentar zur stratifizierten Medizin

Auf dem richtigen Weg

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Auf der stratifizierten Medizin ruhen in der Onkologie große Hoffnungen. In kaum einem anderen Bereich tut sich zurzeit so viel wie bei den mutationsspezifischen Therapien.

Für Kranke sind die neuen Optionen ein bedeutender Fortschritt. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs schneiden die Therapien bei Ansprechrate und Überleben deutlich besser ab als die Chemotherapie.

Zudem erlaubt der molekulargenetische Ansatz, die Patienten herauszufinden, bei denen eine Therapie wahrscheinlich nicht anschlägt. Das kann ihnen viel Leid ersparen.

Wichtig ist, dass diese Fortschritte möglichst vielen Kranken zur Verfügung stehen und nicht nur denen, die das Glück haben, in der Nähe engagierter Ärzte und gut ausgestatteter Kliniken zu wohnen.

Der Ansatz des Kölner Netzwerks Genomische Medizin Lungenkrebs weist in die richtige Richtung. Die Mediziner setzen auf die Bündelung der Diagnostik und die Kooperation mit den Behandlern vor Ort.

Der Zugang zu den neuen Therapien darf auch nicht vom Portemonnaie der Patienten abhängen. Deshalb ist die Initiative der AOK Rheinland/Hamburg zu begrüßen, die als erste Kasse bei ihren Versicherten die molekular-genetische Diagnostik durch das Netzwerk übernimmt.

Hoffentlich bleibt sie damit nicht lange allein.

Lesen Sie dazu auch: Onkologie: Versorgung der Zukunft in Netzen

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