Auswurffraktion korreliert nicht mit Lebensqualität

Veröffentlicht:

Wer unter chronischer Herzinsuffizienz leidet, ist meist in seiner Lebensqualität beeinträchtigt. Möglicherweise ist diese Beeinträchtigung aber nicht so gravierend, wenn trotz klinischer Zeichen einer Herzinsuffizienz die systolische Pumpfunktion noch weitgehend normal ist, könnte man denken. Falsch gedacht, konstatierte Dr. Eldrin F. Lewis unter Hinweis auf eine neue Analyse von Daten der CHARM-Studie.

CHARM lieferte mit dem Nachweis einer Reduktion von Mortalität und Morbidität durch Candesartan die Grundlage dafür, daß dieser Angiotensin-II-Blocker seit kurzem auch für die Indikation Herzinsuffizienz bei eingeschränkter systolischer linksventrikulärer Funktion zugelassen ist.

Am großen CHARM-Programm waren sowohl Patienten mit eingeschränkter als auch solche mit noch erhaltener systolischer linksventrikulärer Funktion beteiligt. Bei einem Teilkollektiv von 2709 der insgesamt 7599 Studienteilnehmer sind per validiertem Fragebogen Informationen zur Lebensqualität eingeholt worden.

Die dabei ermittelten Scores unterschieden sich in beiden Gruppen nicht wesentlich, berichtete Lewis. Patienten mit erhaltener systolischer Funktion waren in ihrer Lebensqualität durch die Herzinsuffizienz ebenso eingeschränkt wie Patienten mit deutlich erniedrigter Auswurffraktion. Es bestand keine Korrelation zwischen linksventrikulärer Auswurffraktion und Lebensqualität. (ob)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

© Springer Medizin Verlag

Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Puren Pharma GmbH & Co. KG, München
Real-World-Analyse von US-Versorgungsdaten-- Bei Einsatz von Sacubitril/Valsartan ist die Gesamtsterblichkeit signifikant geringer als bei Einsatz von ACEi/ARB.

© Springer Medizin Verlag

ARNI in der Primärtherapie der HFrEF

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Studie HF-OPT: Verbesserte LVEF unter medikamentöser Behandlung + Defibrillatorweste (Tag 0–90) und nachfolgender medikamentöser Behandlung (Tag 90–360)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion

Optimale medikamentöse Therapie plus Defibrillatorweste schützt vor Plötzlichem Herztod

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein