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Auszeichnung, Abschied und Neubeginn

BONN (ric). Doppelfeier im historischen Bonner Rathaus: Am Montag erhielt der Pathologe Professor Harald Stein, Direktor des Instituts für Pathologie der Charité Berlin, den 13. Deutsche Krebshilfe Preis. Im Anschluss ging die Übergabe des Präsidentenamtes von Professor Dagmar Schipanski an Professor Harald zur Hausen über die Bühne.

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"Harald Stein hat weltweit anerkannte Arbeit auf dem Gebiet der Tumorpathologie geleistet und die Lymphomforschung wesentlich vorangebracht", würdigte Dagmar Schipanski den 67-jährigen Preisträger. Professor Volker Diehl, Träger des Krebshilfe Preises 2007, verwies in seiner Laudatio auf die bahnbrechenden Forschungsergebnisse Steins: "Mit seinen Arbeiten zur Klassifikation der malignen Lymphome, der REAL-Classification, hat er dazu beigetragen, die Heilungschancen für viele Lymphom-Patienten nachhaltig zu verbessern."

In seiner Dankesrede beschrieb Stein seine Forschertätigkeit als spannende Entdeckungsreise: Von der Promotion bei dem renommierten Kieler Pathologen Professor Karl Lennert, die eigentlich in drei Monaten beendet werden sollte, dann aber zwei Jahre dauerte. Von vielen glücklichen Fügungen, die ihm immer wieder zu dringend benötigten Forschungsgeldern verhalfen - unter anderem die Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe, "die sich wie ein roter Faden durch meine Tätigkeit gezogen hat". Das Klima für Forschung sei schlechter geworden, so Stein: "Früher drehten sich 80 Prozent meines Denkens um Forschung, heute beschäftige ich mich zu fast 90 Prozent mit dem Instituts-Budget ."

Besonderes Gewicht auf die Forschung will auch der neue Präsident der Deutschen Krebshilfe, Nobelpreisträger Professor Harald zur Hausen, legen. "Wir brauchen mehr Grundlagenforschung und klinische Forschung - es gibt immer noch Krebserkrankungen, denen wir hilflos gegenüberstehen", so der 73-Jährige. Er will sich auch verstärkt für die Krebsprävention einsetzen.

Der scheidenden Präsidentin Dagmar Schipanski dankte der Ehrenpräsident der Krebshilfe, Dr. Helmut Geiger: Schipanski habe der Arbeit der Krebshilfe ein menschliches Gesicht gegeben. So wurde in ihrer zehnjährigen Ägide der Förderschwerpunkt "Psychosoziale Onkologie" gebildet, und ein Netzwerk von 28 Krebsberatungsstellen wurde aufgebaut.

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