Baby-Schlaf sollte Eltern heilig sein

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KAIRO (dpa. Wer die geistige und körperliche Entwicklung seines Babys fördern will, sollte nicht gleich aufgeregt zum Bettchen laufen, nur weil das Kind im Schlaf strampelt oder kurz die Augen öffnet. "Babys müssen sich im Schlaf bewegen, weil sie schlafend ihre Muskeln trainieren und wichtige Bewegungen üben können", erklärte Professor Annette Karmiloff-Smith, Autorin vieler Bücher zur frühkindlichen Entwicklung, vor mehr als 100 Kinderärzten in Kairo.

Außerdem wälzten sich Babys oft unruhig im Bett, wenn sie vom leichten in den tiefen Schlaf wechselten. "Dabei darf man sie auf keinen Fall stören", betonte die Ärztin, "denn Kinder, die längere, regelmäßige Schlafphasen haben, sind anderen Kindern in ihrer geistigen, körperlichen und sozialen Entwicklung voraus".

"Für Säuglinge ist es noch wichtiger als für Erwachsene, daß sie Schlafphasen zu bestimmten Zeiten haben, weil sie sich nur im Schlaf auf eine Sache konzentrieren können, während sie im Wachzustand ständig von anderen Eindrücken abgelenkt werden, die alle gleichzeitig auf sie einströmen", sagte die Wissenschaftlerin vom Institute of Child Health in London.

Wenn ein Kind etwa ein neues Spielzeug entdecke, würden sinnliche Eindrücke wie "glatte Oberfläche, rote Farbe, eckige Form" erst einmal an verschiedenen Stellen im Gehirn gespeichert. "Erst im Schlaf stellt das Baby dann die Verbindung her". Schon der Fötus nutze den Schlaf für Übungen, betonte sie.

Um dem Kind beizubringen, daß es vor allem nachts schlafen soll, ist es laut Karmiloff-Smith sehr wichtig, beim nächtlichen Stillen nicht mit dem Kind zu sprechen und den Blickkontakt mit dem Säugling zu vermeiden. "Nur so kann er verstehen, daß dies die Schlafenszeit ist."

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