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Barrett-Frühkarzinom: Plädoyer für endoskopische Resektion

Bei lokaler endoskopischer Therapie haben viele Patienten mit mukosalem Barrett-Karzinom eine gute Prognose.

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LEIPZIG (ner). Bevor bei Patienten mit einem Barrett-Frühkarzinom der Ösophagus reseziert wird, müsse künftig jeder Patient über die Möglichkeit der endoskopischen Therapie aufgeklärt werden, fordern Gastroenterologen aus Wiesbaden. Denn die Langzeit-Komplettremissionsrate nach lokaler endoskopischer Resektion ist sehr hoch.

Bei mukosalem Barrett-Karzinom (mBC) müsse die endoskopische Resektion an Zentren inzwischen als Standardmethode bezeichnet werden, so Privatdozent Oliver Pech und seine Kollegen von den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden. Sie berichteten beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Leipzig über Langzeitergebnisse bei dem nach eigenen Angaben größten Patientenkollektiv weltweit.

953 Patienten mit mBC sind dort seit Oktober 1996 lokal behandelt und im Median 55 Monate nachbeobachtet worden. Im Durchschnitt waren es 2,5 Eingriffe pro Patient. Nicht neoplastische Barrettschleimhaut war mit Argon-Plasma-Coagulation oder Radiofrequenzablation abgetragen worden.

Eine komplette Remission erreichten zunächst 95 Prozent der Patienten. Rezidive oder metachrone Neoplasien stellten Pech und seine Kollegen bei 12,3 Prozent fest. "Jedoch war eine endoskopische Re-Therapie bei 92 Prozent dieser Patienten erfolgreich", betonten die Wiesbadener Internisten.

Damit lag die Langzeit-Komplettremissionsrate bei 94 Prozent. Bei lediglich etwas mehr als einem Prozent der Patienten waren histologisch lymphovaskuläre Invasionen feststellbar, davon hatten zwei der 13 Patienten Lymphknotenmetastasen entwickelt.

Wegen mangelnder Radikalität ist die endoskopische Mukosaresektion lange abgelehnt worden. Bei Beschränkung des Tumorwachstums auf die Mukosa ist das Risiko von Lymphknotenmetastasen jedoch klein.

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