Neuro-psychiatrische Krankheiten

Bayern für mehr Prävention in Betrieben

MÜNCHEN (sto). Psychische Störungen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Sie kosten das Gesundheitswesen jedes Jahr etwa zehn Prozent der Ausgaben. Darauf hat der Staatssekretär im Bayerischen Gesundheitsministerium Otmar Bernhard hingewiesen.

Veröffentlicht: 25.04.2007, 08:00 Uhr

Immer häufiger würden Ärzte die Diagnose Depression stellen, erklärte Bernhard bei der Vorstellung des Gesundheitsmonitors Bayern "Psychische Gesundheit‘". Um Behandlungserfolge zu sichern müsse vor allem die Früherkennung verbessert werden. Dabei seien Aufklärung, der Ausbau regionaler Bündnisse gegen Depression und spezielle Schulungsprogramme für Pflegekräfte wichtige Bausteine.

"Bei der Zunahme der Depressionen spielen auch psychische Belastungen am Arbeitsplatz wie starker Termin- und Leistungsdruck und geringe Handlungsspielräume eine große Rolle", erklärte Bernhard. "Hier brauchen wir mehr Prävention in den Betrieben", sagte er. Das beste Werkzeug für den Erhalt von Gesundheit und Arbeitskraft der Mitarbeiter sei ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement.

Für die Behandlung und die Folgen psychischer Störungen werden in Deutschland jährlich etwa 22 Milliarden Euro ausgegeben, berichtete Bernhard. Psychopharmaka stünden ganz oben auf den Verordnungslisten.

Auch Krankenhauseinweisungen wegen psychischer Störungen hätten in den vergangenen Jahren um zehn Prozent zugenommen, die Krankschreibungen seien entgegen dem Trend insgesamt sinkender Arbeitsunfähigkeit gestiegen. Depressionen seien auch häufig die Ursache für Suizide.

Weitere Infos dazu im Internet unter www.lgl.bayern.de/publikationen

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