Bei COPD brauchen Patienten besonderen Knochenschutz

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Bei Patienten mit COPD sind die Knochenaufbaumarker im Blut erniedrigt und verschiedene Entzündungsparameter erhöht. Es handelt sich bei der COPD im Prinzip um eine systemische Erkrankung mit erhöhtem Osteoporose-Risiko, sagte in Nürnberg Professor Wolfgang Petermann vom Brüderkrankenhaus in Paderborn. Jeder COPD-Patient brauche deshalb von Anfang an eine Osteoporose-Prävention.

"Bei leichter bis mittelgradiger COPD, die ohne Steroide behandelt wird, reicht als Knochenschutz meist eine kalziumreiche Ernährung und körperliche Betätigung, am besten in Form von Lungensport". Vorbeugend sollten täglich etwa 1,5 Gramm Kalzium und 400 I. E. Vitamin D aufgenommen werden, bei Bedarf durch Supplementation mit entsprechenden Präparaten.

Während einer Steroid-Langzeittherapie, wie sie für Patienten mit schwerer COPD nötig sein kann, steigt das Osteoporose-Risiko allerdings beträchtlich. Bei älteren Männern mit COPD traten unter einer solchen Behandlung bei fast 60 Prozent der Patienten Wirbelkörperfrakturen auf, sagte Petermann.

Besonders mit einer oralen Steroidtherapie steige die Frakturrate, außerdem gebe es damit im Vergleich zu inhalativ wirksamen Steroiden häufiger multiple und schwere Wirbelkörperbrüche.

Besonders geeignet zur Behandlung von COPD-Patienten mit Osteoporose sind Bisphosphonate. Von den in Deutschland erhältlichen Medikamenten aus dieser Substanzklasse sind allerdings nur drei explizit zur Therapie bei Glukokortikoid-induzierter Osteoporose zugelassen, nämlich Alendronat (etwa Fosamax®), Etidronat (etwa Didronel®) und Risedronat (Actonel®).

Die orale Therapie mit Bisphosphonaten sollte mindestens zwei Jahre dauern. "Bei COPD-Patienten mit nachgewiesener Osteoporose ist aber vermutlich eine lebenslange Therapie nötig, besonders wenn schon Frakturen da sind", so Petermann. Für Männer steht nur Alendronat für die Osteoporose-Therapie zur Verfügung, allerdings nicht in der neuen Formulierung mit einmal wöchentlicher Einnahme. (grue)

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