Bei Knochenmetastasen wirkt Bisphosphonat schmerzlindernd

BERLIN (sko). Die intravenöse Therapie mit dem Bisphosphonat Zoledronsäure kann bei Tumorpatienten die durch Knochenmetastasen verursachten Schmerzen deutlich lindern. In einer Untersuchung mit 400 Patienten betrug die Schmerzreduktion durch das Bisphosphonat fast 40 Prozent.

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Eine Knochenbeteiligung ist eine häufige Komplikation bei Krebserkrankungen, vor allem bei Frauen mit Brustkrebs. So haben zum Beispiel 65 Prozent der Patientinnen mit Brustkrebs Skelettkomplikationen, verglichen mit etwa 50 Prozent der Myelom- und Prostatakrebs-Patienten.

Ein großes Problem bei Knochenmetastasen sind nach Angaben von Privatdozent Peyman Hadji von der Universität Marburg die Knochenschmerzen. Weitere Probleme sind etwa die Einschränkung der Mobilität und der Lebensqualität. Daran erinnerte Hadji beim Krebskongreß in Berlin.

Die Interaktion zwischen Tumorzellen und Knochen läuft hauptsächlich über die Osteoklasten, wie Professor Franz Jakob von der Universität Würzburg bei dem von dem Unternehmen Novartis organisierten Satelliten-Symposium berichtete.

Das ist auch einer der Hauptangriffspunkte für die Therapie mit einem Bisphosphonat. Das nämlich hemmt die Aktivität der Osteoklasten. Und das hat einen positiven Einfluß sowohl auf die Rate skelettbedingter Komplikationen als auch auf die Schmerzen.

Hadji präsentierte die Daten einer einarmigen Studie zum Schmerzverlauf unter der Therapie mit Zoledronat (Zometa®). 408 Patienten mit Prostata-, Bronchial- oder Mammakarzinom oder einem Multiplen Myelom und mit mindestens einer schmerzhaften Knochenläsion erhielten zwölfmal 4 mg Zoledronat im Abstand von drei bis vier Wochen intravenös über 15 Minuten. Endpunkt war die Veränderung des Schmerz-Scores in der visuellen Analogskala (VSA) nach einem Jahr.

"Bereits nach zwei Wochen zeigte sich eine signifikante Abnahme der Schmerzen, die bis zur achten Woche anhielt", berichtete Hadji. Danach blieb der Schmerzscore stabil mit einer signifikanten Reduktion von 37 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert.

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