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Bei Leukämie Absetzen von Imatinib möglich

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BORDEAUX (ple). Bei manchen Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) kann das Standardmedikament Imatinib abgesetzt werden, ohne dass es zu einem Rückfall kommt.

Bisher ging man davon aus, dass ein Absetzen nicht möglich ist. Einer Zwischenauswertung der Daten von 69 CML-Patienten einer Studie mit 100 Patienten zufolge hatten 38 Prozent auch zwei Jahre nach dem Absetzen der Therapie kein Rezidiv (Lancet Oncol 2010; 11 / 11: 1029).

Derzeit sind spätere Rezidive aber nicht auszuschließen. Imatinib ist ein Hemmstoff der Tyrosinkinase BCR-ABL. In der Studie hatten die CML-Patienten ein Rezidiv, wenn molekulargenetisch dieses Enzym wieder nachgewiesen wurde.

Es wurden in die Studie nur solche CML-Patienten aufgenommen, die sich bereits in einer zytogenetischen molekularen Remission befanden, also die Tyrosinkinase nicht mehr nachweisbar war. Das ist allerdings selten der Fall: Nur maximal zehn Prozent der CML-Patienten kommen daher für eine solche Studie in Frage.

Die Zwischenauswertung der Studie hat darüber hinaus ergeben, dass nach Absetzen der Therapie mit Imatinib die Rezidive sehr rasch auftraten, und zwar spätestens nach drei Monaten. Möglicherweise seien dafür Leukämiezellen, die sehr rasch proliferieren, die Ursache, so die Onkologen.

Patienten mit einem Rezidiv konnten dann wieder erfolgreich mit Imatinib behandelt werden. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass es durch die Therapieunterbrechung nicht zu Resistenzen kommt.

Die Arbeitsgruppe um Professor François-Xavier Mahon von der Universitätsklinik in Bordeaux betont, dass Imatinib bei CML-Patienten ausschließlich in klinischen Studien abgesetzt werden dürfe und dies zudem intensiv molekulardiagnostisch überwacht werden müsse.

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