Bei Rheuma ist Hautkrebs-Screening ratsam

MELBOURNE (hub). Rheuma-Patienten, die Methotrexat erhalten, sollten regelmäßig zum Hautcheck. Denn bei ihnen ist das Melanomrisiko dreifach erhöht.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mit 459 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), darunter 309 Frauen. Alle Patienten erhielten eine Therapie mit Methotrexat (MTX). Der Beobachtungszeitraum betrug im Mittel 9,3 Jahre. In dieser Zeit bekamen 87 Patienten ein Malignom (Arthritis Care & Res 59, 2008, 794).

Im Vergleich zur altersgleichen Normalbevölkerung war das Krebsrisiko bei den mit MTX therapierten RA-Patienten deutlich erhöht: für Krebserkrankungen insgesamt um 50 Prozent, für Lungenkrebs um das Dreifache, für Non-Hodgkin-Lymphome um das Fünffache und für Melanome um das Dreifache. Vor allem die Hautkrebsbefunde erstaunten die Forscher, da bisherige Studien hier kein so deutlich erhöhtes Risiko ergeben hatten.

Die Kollegen aus Australien folgern aus ihren und Ergebnissen anderer Gruppen: Die Studie unterstütze die Bedeutung des Hautkrebs-Screenings für RA-Patienten unter immunsuppressiver Therapie.

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