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Bei der FSME-Impfung gibt es in Risikoregionen große Lücken

BERLIN (eis). Nicht einmal jeder fünfte Mensch in Risikogebieten für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hat ausreichenden Impfschutz. Nach den Ergebnissen einer Umfrage bestehen die größten Impflücken bei älteren Menschen, die bei Erkrankung die größten Risiken haben.

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An der Umfrage der Gesellschaft für Konsumgüterforschung im Juli 2005 in Bundesländern mit FSME-Risikogebieten haben 44 956 Personen in 20 000 Haushalten teilgenommen (Epi Bull 12, 2006, 91).

Ausgewertet wurden die Impfausweise, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Im Median waren in Risikogebieten geimpft: in Baden-Württemberg elf Prozent, in Bayern 20 Prozent, in Hessen 14 Prozent, in Rheinland-Pfalz zwölf Prozent und in Thüringen 19 Prozent.

Auffällig war der hohe Anteil von Personen mit unvollständiger Grundimmunisierung. So hatten zum Beispiel in ganz Bayern nur 16 Prozent der Befragten einen vollständigen Impfschutz, weitere 19 Prozent hatten eine Impfserie nur begonnen. Unvollständig Geimpfte können aber genauso schwer erkranken wie Ungeimpfte, betont das RKI.

An Ärzte wird appelliert, bei der Impfung stärker als bisher auf die Notwendigkeit einer kompletten Immunisierung hinzuweisen. Für kurzfristigen Schutz sind mindestens zwei, für längeren Schutz mindestens drei Impfungen erforderlich. Alle drei oder alle fünf Jahre muß die Impfung zudem aufgefrischt werden.

Besonders wenige der alten Menschen in Risikogebieten hatten den Schutz: bei den 18jährigen waren es zwölf, bei 50- bis 59jährigen nur sieben Prozent. Über 50jährige erkranken nach Zeckenstich aber deutlich häufiger an FSME als jüngere Menschen und die Krankheit verläuft schwerer.

Mehr Infos: www.rki.de, unter "Infektionsschutz", "Epi. Bulletin"

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