Bei der Gesundheit dauert Europas Spaltung an

BAD GASTEIN (spe). Die osteuropäischen Staaten hinken den alten EU-Ländern sowohl bei der Qualität ihrer Gesundheitssysteme als auch hinsichtlich des Gesundheitszustands der Bevölkerungen noch immer weit hinterher.

Veröffentlicht:

Die Europäische Kommission geht aber davon aus, dass die neuen EU-Mitglieder langfristig aufholen werden. Dies wurde auf dem Europäischen Gesundheitsforum im österreichischen Gastein deutlich.

Ein Beispiel für die gravierenden Unterschiede ist die Säuglingssterblichkeit. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind im ersten Lebensjahr stirbt, ist in Rumänien sechs Mal so hoch wie in Schweden", sagte Alojz Peterle, Mitglied der Initiative "Europaabgeordnete gegen Krebs". Die Sterblichkeitsraten bei Krebserkrankungen seien sogar derart unterschiedlich, "dass wir für den Gesundheitsbereich von einem Eisernen Vorhang durch Europa sprechen können", so Peterle.

Andrzej Rys von der Generaldirektion für Gesundheit der EU-Kommission machte die wirtschaftliche Situation in den einzelnen Ländern für die Kluft in der Versorgung verantwortlich. Rys warnt zugleich vor der Erwartung, dass die neuen EU-Mitglieder im Gesundheitsbereich rasch das Niveau der alten EU-Staaten erreichen könnten.

"Schlüsselgrößen wie die Lebenserwartung oder gesunde Lebensjahre sind nicht nur durch die Gegenwart beeinflusst, sondern spiegeln letztlich die positiven und negativen Einflüsse während des gesamten früheren Lebens wider", so Rys. Zwar könne kurzfristig einiges erreicht werden, aber eine vollständige Beseitigung der Unterschiede sei nur langfristig möglich.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3, 17–19]

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Frauenärztin und Aufklärerin auf Instagram

Dr. Annika Schauer: Gynfluencerin und Wies’n-Kellnerin

Lesetipps
Eine ältere Frau bekommt eine Impfung in den rechten Oberarm.

© David Pereiras / Stock.adobe.com

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt