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Bei überaktiver Blase erhöhen Matrixpflaster Lebensqualität

TORRANCE (ner). Patienten mit überaktiver Blase (OAB) akzeptieren Matrixpflaster, bei denen Anticholinergika über die Haut in den Körper gelangen. Das hat nun eine Phase-IV-Studie ergeben. Die Lebensqualität erhöht sich innerhalb von sechs Monaten deutlich.

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Viele Patienten mit OAB brechen die Behandlung mit oralen Anticholinergika nach einigen Monaten ab, obwohl sie an den Symptomen, etwa Inkontinenz, leiden. Anders ist das bei Verwendung des Matrix-Pflasters.

An einer offenen Phase-IV-Studie mit Oxybutynin nahmen mehr als 2800 Patienten mit überaktiver Blase teil. Insgesamt besserten sich neun von zehn Parameter des King’s Health Questionnaire (KHQ) signifikant. Das berichten Dr. Peter Sand vom Evanston Continence Center in Torrance im US-Staat Kalifornien und seine Kollegen (BJU International 99, 2007, 1). Mit dem KHQ-Score werden Inkontinenz oder soziale Einschränkungen erfasst. Die Patienten bewerten die Parameter mit Punkten von 0 (keine Beeinträchtigung) bis 100 (stärkste Beeinträchtigung). Veränderungen um fünf Punkte und mehr gelten als klinisch relevant.

Die Patienten - in der Mehrzahl Frauen - waren im Mittel 62 Jahre alt Sie hatten für sechs Monate ein Oxybutynin-Matrixpflaster (Kentera®) erhalten. In diesem Zeitraum ging die Inkontinenz von durchschnittlich 69 auf 56 Punkte zurück. Die Schlafqualität besserte sich durch die nachlassende Nykturie von 54 auf 43 Punkte. Ähnlich sah es bei anderen Parametern wie psychischen und sozialen Einschränkungen aus.

Die Patienten aller Altersgruppen vertrugen das Pflaster gut, auch jene über 85 Jahre. Unter den unerwünschten Wirkungen waren Hautreaktionen an der Klebestelle mit 14 Prozent am häufigsten. Über Mundtrockenheit klagten knapp drei Prozent der Teilnehmer. Die Häufigkeit anderer Effekte wie Verstopfung und Übelkeit lag unter zwei Prozent.

Das Pflaster wird auf Bauch, Hüfte oder Gesäß geklebt und zweimal wöchentlich gewechselt. 63 Prozent der Patienten, die orale Arzneien erhalten hatten, bevorzugten das Pflaster.

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