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Bereits über 160 Masernkranke im Ruhrgebiet

DUISBURG (dpa). Die Masern breiten sich nach Informationen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) im Ruhrgebiet aus. Insgesamt seien in der Region mehr als 160 Menschen erkrankt.

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Mehr Erkrankungen habe es in Nordrhein-Westfalen zuletzt nur im gesamten Jahr 2003 mit 306 gemeldeten Personen gegeben. 2004 erkrankten 28, und 2005 insgesamt 34 Menschen. Unter den Betroffenen seien auch fünf Säuglinge.

Für Säuglinge besteht ein erhöhtes Risiko, später an einer tödlichen subakuter sklerosierender Panenzephalitis (SSPE) zu erkranken. Ist in einer Familie ein Mitglied an Masern erkrankt, sollte bei Säuglingen eine Impfung auch während des ersten Lebensjahres erfolgen. Die Empfehlung wird vom Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, Professor Heinz Schmitt aus Mainz unterstützt.

Zentrum des Ausbruchs sei weiterhin Duisburg mit mehr als 90 Betroffenen im gesamten Stadtgebiet, berichtete Georg Vogt vom Gesundheitsamt der Stadt. Daneben seien Dortmund, Kleve, Wesel, Düsseldorf. Krefeld, Oberhausen und Mülheim betroffen.

Derzeit erkrankten vor allem Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren, vermutlich als Folge eines fehlenden Impfschutzes. Bislang hätten 36 Erkrankte in Kliniken behandelt werden müssen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Eine Masernwelle ist in Sicht

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