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Bewegung fördert bei Kindern gute Körperhaltung

BERLIN (ddp). Viele Eltern sorgen sich um die Körperhaltung ihrer Kinder. Häufig hören diese dann Ermahnungen wie "Mach den Rücken gerade" oder "Häng’ nicht so auf dem Stuhl herum". Bei kleinen Kindern ist das aber gar nicht nötig.

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Diese Ansicht vertritt Professor Holger Mellerowicz, Chefarzt der Kinderorthopädie der Helios Klinik in Berlin. "Eltern von aktiven und normalgewichtigen Kindern brauchen sich bis zum sechsten Lebensjahr selten um deren Körperhaltung kümmern", sagt Mellerowicz.

Sie sollten aber den natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder unterstützen, mit ihnen draußen spielen, schwimmen gehen oder sie für einen Sport begeistern. Die Körperhaltung hängt vom Zusammenspiel der Gelenke, Muskeln und Nerven ab. Eine gute Koordination haben Kinder, die Bälle fangen und werfen, auf einer Linie balancieren oder auf einem Bein hüpfen können.

"Leider sind diese Fähigkeiten nicht mehr so häufig wie früher", beklagt der Orthopäde. Fast die Hälfte der heutigen Grundschüler habe Defizite. Die Körperhaltung von Grundschülern wird mit dem Matthias-Test untersucht: Das Kind richtet sich auf, zieht Bauch und Po ein und richtet das Becken auf.

Kinder mit Haltungsschwächen brauchen professionelle Betreuung durch Orthopäden und Krankengymnasten. Da Haltungsschäden bei Kindern häufig mit Übergewicht einhergehen, können auch Ernährungsberater helfen.

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