Biologica bringen frischen Wind in die Psoriasis-Therapie

FLORENZ (hsr). Für die Therapie bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis gewinnen Biologica wie der TNF-alpha-Blocker Etanercept zunehmend an Bedeutung. Nach Ergebnissen einer vor kurzem abgehaltenen Internationalen Konsensus-Konferenz sind die neuen Substanzen zu bisherigen kurz-, mittel- und langfristigen Therapieoptionen eine wirksame, sichere und die Lebensqualität der Psoriasis-Patienten deutlich verbessernde Alternative.

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"Wir, Psoriasis-Patienten und Dermatologen gleichermaßen, leben momentan in aufregenden Zeiten", meint Professor Wolfram Sterry von der Universitäts-Hautklinik der Charité in Berlin. Nach jahrzehntelanger Suche sei man dem Ziel einer nicht nur effektiven und verträglichen, sondern auch weniger invasiven und problemlos anwendbaren Therapie für diese Hautkranken ohne zusätzliche und aufwendige Laborkontrollen näher gekommen zu sein.

Denn die Biologica, so der jüngste Beschluß der Internationalen Konsensus-Konferenz, seien in der Monotherapie wirksamer und sicherer als die herkömmlichen systemischen Therapien, etwa mit PUVA, oralen Retinoiden, Ciclosporin oder Methotrexat. Die neuen Substanzen eröffneten den Patienten außerdem die Chance, ihre Hautsymptome über lange Zeit kontrollieren zu können, was auch die Compliance fördere, sagte der Dermatologe auf einem Satelliten-Symposium von Wyeth beim europäischen Dermatologen-Kongreß in Florenz.

Zur Wirksamkeit und Sicherheit des Tumornekrosefaktor (TNF)-alpha-Blockers Etanercept (Enbrel®), der nun auch für Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ zugelassen ist (wir berichteten), stellte Sterry die Ergebnisse einer Studie mit 583 dieser Patienten vor.

Die Psoriasis-Patienten injizierten zunächst über drei Monate zweimal wöchentlich subkutan entweder 50 oder 25 mg der Substanz oder Placebo. Einen PASI (Psoriasis Activity and Severity Index) mit mindestens 75prozentiger Symptomverbesserung (PASI 75) erreichte knapp die Hälfte der Patienten mit der hohen Dosierung, mit der niedrigeren 34 Prozent und mit Placebo drei Prozent.

In der offen weitergeführten Studie mit dann generell 25 mg Etanercept erhöhte sich die PASI-75-Ansprechrate in beiden Gruppen nach einem halben Jahr sogar noch auf 55 und 46 Prozent der Patienten. Ähnliche Resultate ergab eine Zwölf-Monats-Studie mit derselben Dosis: 45 Prozent der Patienten erzielten den PASI 75.

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