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Biomarker sollen Tumoren früh aufspüren

KLOSTER SEEON (wst). Die meisten malignen Erkrankungen werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Molekularbiologische Marker sollen künftig helfen, Tumoren bereits im Vorstadium, etwa eine Leukoplakie, aufzuspüren und somit eine frühe und spezifische Therapie ermöglichen.

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Von Fortschritten durch molekularbiologische Marker wie in der Kardiologie ist die Onkologie noch weit entfernt. Bei vielen Krebsarten ist die Prognose noch genauso schlecht wie vor einem halben Jahrhundert. Das Problem: Onkologen beginnen bisher oft erst im fortgeschrittenen Tumorstadium mit der Therapie. Der Grund dafür ist, dass sich viele Tumoren nicht früher entdecken lassen. Darauf hat Professor Mathias Ebert von der Technischen Universität München hingewiesen.

Es müssten deshalb Biomarker gesucht werden, die es erlauben, Tumoren zu bekämpfen, schon bevor sie da sind, sagte Ebert auf einem Symposium des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes in Kloster Seeon. Dazu nannte er ein aktuelles Beispiel: Im November 2006 startete die Placebo-kontrollierte EPOC*-Studie mit Patienten mit einem molekularbiologisch unterscheidbaren Leukoplakietyp der Mundschleimhaut.

Die Leukoplakie ist eine Präkanzerose. Es wird nun geprüft, inwieweit bei den Teilnehmern dank einer Behandlung mit dem EGF-Rezeptor-Blocker Erlotinib (Tarceva ) der Übergang in ein Plattenepithelkarzinom verhindert werden kann. Bei den Studienteilnehmern besteht ein LOH (Loss of heterozygosity), also ein Genverlust in den Chromosomenregionen 3p und/oder 9p.

*EPOC: Erlotinib Prevention of Oral Cancer

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