Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Blick auf die Schilddrüse lohnt

Eine Studie legt nahe, dass es sich lohnen könnte, bei Kindern mit psychischen Problemen nach der Schilddrüse und bei solchen mit Hyperthyreose nach der Psyche zu schauen.

Thomas MüllerVon Thomas Müller Veröffentlicht:
Blick auf die Schilddrüse lohnt

© Salome Roessler / lensandlight

Wenn Kinder sehr unruhig sind, sich kaum konzentrieren können, unter Angst- und Panikattacken leiden, liegt ein psychisches Problem nahe. Allerdings könnten solche Symptome auch schlicht durch eine Hyperthyreose bedingt sein. In einer US-Studie wurde bei Kindern nach der Diagnose einer psychischen Störung deutlich häufiger eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt als bei Kindern ohne psychische Probleme.

Die auf Versicherungsdaten beruhende Analyse lässt jedoch keine Schlüsse zu, ob die Hyperthyreose die psychischen Symptome ausgelöst oder verstärkt hat, oder ob Kinder mit psychischen Störungen lediglich häufiger auf Schilddrüsenhormone untersucht werden. Plausibel wäre es jedoch, dass die Hyperthyreose psychische Symptome verstärkt. In solchen Fällen könnte eine adäquate Schilddrüsentherapie auch zu einer psychischen Besserung führen. Umgekehrt sollten Ärzte bei bekannter Hyperthyreose sehr genau schauen, ob unter der Behandlung psychische Beschwerden persistieren, dann liegt vielleicht doch primär ein psychisches und kein hormonelles Problem vor.

Es kann sich also lohnen, bei Kindern mit psychischen Problemen nach der Schilddrüse und bei solchen mit einer Hyperthyreose nach der Psyche zu schauen.

Schreiben Sie dem Autor: thomas.mueller@springer.com

Lesen sie auch
Mehr zum Thema

Substitution differenziert betrachten

Testosteron als kardiometabolisches Therapie-Konzept: Wann es wirklich hilft

DEGAM-Leitlinie

So sollten Sie bei Schilddrüsenknoten vorgehen

Vergleich mit konservativer Therapie

Hyperparathyreoidismus: Operation kann vor Diabetes schützen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren

Lesetipps
Eine Warze auf der Hand.

© Hairem / stock.adobe.com

Tipps für die Therapie

Was gegen Warzen wirklich hilft

Nicht alles, was im Internet kursiert, stimmt auch – gerade wenn es um Gesundheitsfragen geht. Augen auf und hinterfragen!

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck