Zeckenbedingte Erkrankungen

Borreliose-Gefahr durch Zecken ist wesentlich größer als FSME-Risiko

MÜNCHEN (wst). Wie FSME wird auch die Borreliose von Zecken übertragen, aber an Borreliose erkranken - zumindest in Bayern - 50 bis 100 Mal mehr Menschen. Auch wer gegen FSME geimpft ist, sollte sich deshalb vor den kleinen Blutsaugern schützen.

Veröffentlicht: 24.04.2007, 08:00 Uhr

Darauf wies Bayerns Minister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dr. Werner Schnappauf bei einer Pressekonferenz in München hin. Um den Spinnentieren den Weg zur Haut zu erschweren, sollten Spaziergänger geschlossene Schuhe, lange Ärmel und Hosen tragen. Abwehrmittel verstärken diesen mechanischen Schutz. Wer außerdem helle Kleidung trägt, sieht die Zecken mit ihrem dunklen Chitinrücken besser und kann sie dann abwehren.

Besonders Kinder sollten nach Aufenthalt im Freien auf wandernde oder bereits angesaugte Zecken abgesucht werden. Da die Infektionsgefahr mit der Saugdauer steigt, ist es ratsam, gefundene Exemplare so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder Pinzette zu entfernen. Aufträufeln von Öl oder Klebstoff auf das noch saugende Tier ist nicht zweckmäßig, weil dadurch verstärkt Keime in den Körper gelangen.

Auch wenn Zecken immer häufiger Krankheiten übertragen, ist Panik nicht angebracht, wenn man ein Tier an sich entdeckt. Das hat der Impf- und Infektionsexperte Dr. Nikolaus Frühwein aus München betont. Nach wie vor bleiben die meisten Zeckenbisse folgenlos. Eine Antibiotika-Therapie gegen Borreliose ist erst dann indiziert, wenn sich um die Biss-Stelle ein Erythema migrans von mindestens 5 cm Durchmesser gebildet hat.

Mehr zum Thema

Robert Koch-Institut

Deutlich mehr FSME-Fälle in Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Dr. Matthias Jöllenbeck pfeift in der nun beginnenden Saison auch erstmals Spiele der Bundesliga.

Dr. Matthias Jöllenbeck

Bundesliga-Schiedsrichter im Arztkittel

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden