Haut-Krankheiten

Botulinumtoxin glättet Zornesfalten durch Reduktion der Muskelaktivität

FRANKFURT/MAIN (sko). "Mimikfalten sind ein Problem, das schon in jungen Jahren beginnt und Frauen das ganze Leben über begleitet", meint Professor Martina Kerscher, Dermatologin aus Hamburg. Bei der Faltenglättung wünschen die Patienten vor allem ein natürliches Aussehen. Möglich ist dies mit Botulinumtoxin A, das als Vistabel® jetzt erstmals offiziell zur Glättung von Zornesfalten zugelassen ist.

Veröffentlicht: 08.03.2006, 08:00 Uhr

Menschen, die sich einer ästheti-schen Behandlung unterziehen, wollten vor allem ihr natürliches Aussehen verbessern, aber meist nicht vollkommen anders aussehen. Daran erinnerte Kerscher bei einer vom Unternehmen Pharm-Allergan organisierten Veranstaltung in Frankfurt am Main. Daß das gelingt, erhoffen sich viele von einer Behandlung mit Botulinumtoxin A.

Die Leiterin des Studiengangs Kosmetik und Körperpflege im Fachbereich Chemie an der Universität Hamburg betonte, daß es durch die Behandlung nicht zu einer Lähmung der Muskeln kommt, sondern lediglich die Aktivität der Muskeln reduziert wird. Dabei könne man das Ausmaß dieser Reduktion gut durch die Dosierung beeinflussen: "Wenn also eine Patientin nach der Behandlung der Zornesfalte weiterhin auch mal böse gucken möchte, so können wir das berücksichtigen", sagte Kerscher.

Nach der Injektion wandern die Toxin-Moleküle der Vistabel®-Formulierung geringer im Gewebe ab als andere Botulinumtoxin-A-Formulierungen, wie Kerscher weiter berichtete. Dies hat etwa eine Untersuchung mit 20 Patienten belegt.

Darin war der anhidrotische Bereich um die Injektionsstelle mit der nun zugelassenen Formulierung kleiner als mit einer Vergleichs-Formulierung. Dies wird als Zeichen für eine geringere Diffusion des Toxins gewertet. Die verminderte Diffusion gewährleistet unter anderem das große Maß an Sicherheit, das für die Zulassung einer ästhetisch wirksamen Substanz nötig ist.

Zugleich sind die Patienten mit der Wirkung, die im Schnitt vier Monate anhält, im höchsten Maße zufrieden. "90 Prozent der Patienten würden die Behandlung weiter empfehlen", berichtete Dr. Boris Sommer, Dermatologe aus Frankfurt am Main.

Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Lebensqualität der Patienten, die sich einer Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin unterzogen hatten. Dabei habe sich auch herausgestellt, daß Patienten, die solch eine Behandlung wünschten, dies nicht aus Unzufriedenheit über ihr Aussehen täten, sondern weil sie ihre Attraktivität erhöhen wollten, sagte Sommer.

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