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Brustkrebs - Zusatztherapie schützt vor Spätrezidiv

BERLIN (gvg). Frauen in der Postmenopause mit Brustkrebs-Anamnese profitieren auch dann noch von dem Aromatase-Hemmstoff Letrozol, wenn nach der adjuvanten Hormontherapie mit Tamoxifen bereits mehrere Jahre vergangen sind. Das belegen neue Daten der MA.17-Studie.

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In dieser Phase-III-Studie erhielten 5187 Frauen mit Brustkrebs, die nach der Op - gemäß dem Standard - zunächst fünf Jahre lang adjuvant mit Tamoxifen behandelt worden waren, danach entweder 2,5 mg Letrozol (Femara®) pro Tag oder Placebo (wir berichteten).

Sinn dieser erweiterten Therapie ist es, das Restrisiko für ein Lokalrezidiv oder Fernmetastasen, das bei Brustkrebs auch nach Jahren noch besteht, zu verringern.

Die Studie wurde nach 30 Monaten Follow-up vorzeitig entblindet, weil bei Therapie mit Letrozol 42 Prozent weniger Rezidive auftraten. Letrozol wurde daraufhin im Frühjahr 2005 für die erweiterte adjuvante Therapie bei Frauen in der Postmenopause zugelassen. Eine Indikation besteht bei hormonrezeptorpositiven Mammakarzinomen nach fünfjähriger Tamoxifen-Therapie.

Nach der Entblindung wurde die Studie offen weitergeführt. Auch den Frauen, die zuvor nur Placebo erhalten hatten, wurde nun eine Behandlung mit Letrozol angeboten. Als Kontrollgruppe dienten jene Frauen, die keine weitere medikamentöse Therapie mehr wollten.

Aus den Daten der ursprünglichen Placebo-Gruppe läßt sich ableiten: Auch wenn nach der Tamoxifen-Therapie zunächst eine Pause erfolgt, profitieren Patientinnen von einer Behandlung mit Letrozol. So war die Rezidivrate in der Letrozol-Gruppe um 69 Prozent und die Rate der Fernmetastasen um 72 Prozent geringer als in der Vergleichsgruppe, wie Privatdozentin Diana Lüftner von der Charité Berlin auf einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis sagte.

In absoluten Zahlen sind das 0,9 Prozent und 1,9 Prozent weniger Frauen, die im Beobachtungszeitraum von zwei Jahren ein Rezidiv oder Fernmetastasen bekamen. Dies sei umso bemerkenswerter, als die Frauen in der Letrozol-Gruppe von vornherein ein höheres Rezidivrisiko hatten, so Lüftner in Berlin.

Die Gesamtmortalität war um 47 Prozent reduziert, was statistisch jedoch nicht signifikant war. Lüftner empfiehlt, Frauen, die eine fünfjährige Tamoxifentherapie hinter sich haben, mit einem Aromatasehemmstoff zu behandeln, auch wenn seit dem Abschluß der Tamoxifen-Therapie bereits einige Jahre vergangen sind. Ausnahme seien Patientinnen mit schwerer Osteoporose.

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