Direkt zum Inhaltsbereich

Bund sieht keine "akute Bedrohung"

BERLIN (ble). Deutschland ist nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums auf einen möglichen Ausbruch der Schweinegrippe "gut vorbereitet". Trotz aktuell zweier Verdachtsfälle in Deutschland gebe es keine Anhaltspunkte für den Ausbruch einer Epidemie, so Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder.

Veröffentlicht:

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO gehe man derzeit nicht von einem "pandemischen Geschehen" aus, führte Schröder in Berlin aus. Das Ministerium stelle derzeit über die Kassenärztlichen Vereinigungen, die KBV sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft Informationen für die Ärzteschaft bereit. Im Augenblick herrsche keine "akute Bedrohung", die die Einrichtung von Krisenstäben von Bund und Ländern notwendig machen würde.

9000 deutsche Touristen derzeit in Mexiko im Urlaub

In Deutschland gab es am Dienstag einige ungeklärte Verdachtsfälle auf Schweinegrippe: Bei einem Mann sei ein Grippevirus vom Influenza-Typ A festgestellt worden. Ob es sich um die Schweinegrippe handele, sei jedoch unklar. Bei den anderen beiden Fällen handele es sich um ein Ehepaar, das kürzlich aus Mexiko zurückgekehrt war. Eine abschließende Klärung soll spätestens am Mittwochmorgen erfolgen.

Im Schnitt halten sich etwa 9000 deutsche Touristen in Mexiko auf. In dem mittelamerikanischen Land sind nach Informationen des Ministeriums bislang mehr als 2000 Verdachtsfälle registriert worden. Eine offizielle Reisewarnung aber besteht nicht. Weitere Grippefälle sind in den USA, Kanada, Neuseeland, Israel, Spanien und Schottland bekannt geworden. Anders als in Mexiko nehmen diese dort laut Schröder offenbar aber leichtere Verläufe. Selbst bei einem Auftreten neuer Fälle könne in Deutschland noch nicht von einem epidemischen Geschehen gesprochen werden, betonte Schröder. Zudem zeige sich bei den bislang behandelten Patienten, dass die vorhandenen Medikamente wirkten. Schröder geht davon aus, dass die Bundesländer für den Pandemiefall genügend Vorräte angelegt haben.

Bund hat Verträge zur Impfstoffherstellung geschlossen

Mit zwei Herstellern habe man zudem bereits vor einiger Zeit Verträge geschlossen, um die Bevölkerung schnell "zweimal durchimpfen" zu können, sobald ein Impfstoff vorliegt, sagte Schröder. "Wir sind der Standort in Europa mit den größten Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoff."

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Jörg Hacker, sprach von einer "besorgniserregenden Situation". Das Virus habe das Potenzial, sich pandemisch auszubreiten. Neu an ihm sei seine Konstruktion im Detail, mit Bestandteilen von zwei Schweinegrippeviren, dem Vogelgrippevirus und dem humanen Virus. "Das macht es letztlich auch so schwer, Voraussagen zu treffen."

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie