Direkt zum Inhaltsbereich

Burnout gibt es auch in der Diabetes-Betreuung

MÜNCHEN (sir). Ärzte sowie Diabetes- und Ernährungsberater sind Burnout-gefährdet - ihre Patienten übrigens auch. Bei einem Symposium gab es Tipps, um ein "Ausbrennen" zu verhindern.

Veröffentlicht:

"Wer brennt, kann auch ausbrennen - deswegen trifft es überdurchschnittlich oft die meist sehr engagierten Ärzte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder Patienten mit hoher Compliance." Das berichtete Privatdozentin Karin Lange von der Medizinischen Hochschule Hannover bei einer Veranstaltung der Abbott Diabetes Akademie. "Gerade im Bereich Ernährungsberatung sind Rückschläge zu befürchten. Das muss aber nicht heißen, dass die Beraterin sich zu wenig Zeit genommen oder dass der Patient sich nicht bemüht hat." Diabetes und Adipositas seien komplexe Erkrankungen, genetische Komponenten sowie erlernte Verhaltensmuster seien nicht zu unterschätzen.

Gefährdet ist, wer nur den Beruf hat.

"Burnout-gefährdet sind Berater, die sich vorwiegend über ihren Beruf definieren, kaum noch soziale Kontakte außerhalb der Arbeit haben, die eigenen Bedürfnisse verdrängen und Misserfolge nicht ertragen", zählte Lange auf. Diese Risikofaktoren seien zugleich Frühsymptome. "Dazu kommen noch chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsschwäche", sagte sie. Auffällig werde das Burnout-Syndrom erst, wenn der einst so engagierte Mitarbeiter desorganisiert, unsicher, gleichgültig, zynisch oder selbstbezogen auftrete und nur noch "Dienst nach Vorschrift" mache.

"Damit es nicht soweit kommt, sollten berufliche Motive von Zeit zu Zeit hinterfragt, Ziele und Zeitrahmen realistisch eingeschätzt werden", so Lange. Leistungspotenziale und -grenzen müssten akzeptiert werden. Ganz wichtig sei eine gewisse Distanz zur Arbeit. "Erhalten Sie sich Freiräume für Erholung, und entdecken Sie Ressourcen außerhalb der Beschäftigung mit Diabetes und Ernährung", forderte Lange. "Sie können die Patienten professionell auf ihrem Weg begleiten und unterstützen - Sie leisten aber auch dann gute Arbeit, wenn Sie nicht all ihre Probleme lösen."

Die Abbott Diabetes Akademie ist ein Beratungs-Netzwerk unter dem Dach von Abbott Diabetes Care. Ärzte und Diabetesberater können zwischen mehr als 50 Schulungen, Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen zu Ernährung, diabetischer Fuß, Empowerment und Gesundheitspolitik wählen.

Infos gibt es beim Außendienst von Abbott Diabetes Care oder unter der Hotline: 08 00/51 99 519

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Doch kein Synergismus?

Trainingseffekte womöglich durch Metformin abgeschwächt

Innovationen der Diabetologie

Typ-1-Diabetes: Zwischen Heilung und Verhinderung

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Lesetipps
Dreidimensionale gerenderte Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens.

© PIC4U / stock.adobe.com

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht