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CT plus PET erhöht bei Lungenkrebs Präzision des Stagings

BERLIN (gvg). PET/CT-Untersuchungen erlauben beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom ein präziseres Staging als die Computertomographie allein. Allerdings: Auch mit PET/CT kann es etwa bei mediastinalen Lymphknoten falsch-negative Befunde geben.

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Darauf wies der PET-Experte Dr. Gerald Antoch aus Essen beim Röntgenkongreß in Berlin hin. Vorteile der Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) im Vergleich zur alleinigen CT sieht Antoch vor allem, wenn es um die Ausdehnung zentraler Bronchialkarzinome geht.

"Durch die PET-Komponente lassen sich vitales Tumorgewebe und angrenzende Atelektasen wesentlich besser auseinander halten", so Antoch. Dies schlage sich in Studien mit einem hohen Anteil an Patienten mit zentralen Tumoren auch statistisch mit signifikanten Vorteilen für die PET/CT bei der diagnostischen Genauigkeit nieder.

    Bei jedem fünften Bronchial-Ca enthalten auch normalgroße Lymphknoten bereits Tumorzellen.
   

Auch bei der Suche nach Lymphknotenmetastasen liefert die CT oft falsche Ergebnisse: "Bei etwa 20 Prozent finden wir Metastasen in normalgroßen Lymphknoten, und bei etwa 40 Prozent sind vergrößerte Lymphknoten metastasenfrei", betonte Antoch. Entsprechend niedrig lagen in einer kürzlich publizierten Metaanalyse Sensitivität (61 Prozent) und Spezifität (79 Prozent) bei alleiniger CT. Bei Hinzunahme der PET-Komponente werden 85 und 90 Prozent erreicht.

Trotzdem: "Es gibt auch bei der PET/CT des Mediastinums falsch positive Befunde. Deswegen empfehlen wir bei positivem Befund generell eine zusätzliche Mediastinoskopie", so Antoch.

Auch bei negativem PET/CT-Befund scheint die Sache nicht so klar zu sein wie bisher angenommen: "Wenn die PET/CT negativ ist und die Lymphknoten kleiner sind als 15 mm, liegt die Wahrscheinlichkeit, daß doch Lymphknotenmetastasen vorliegen, bei unter fünf Prozent".

Eine sofortige Op des Primärtumors sei dann in jedem Fall indiziert. Sind die Lymphknoten größer, liegt die Chance auf einen falsch-negativen Befund schon bei 21 Prozent. Deswegen sei zu erwägen, ob nicht eine zusätzliche Mediastinoskopie zumindest bei großen Lymphknoten vor der Operation indiziert sei.

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