Catechine aus Tee beugen Prostata-Ca vor

ANAHEIM (mut). Über einen ersten Erfolg mit Catechinen aus grünem Tee bei Patienten mit einer Prostata-Krebs-Vorstufe berichten italienische Forscher. Mit den Substanzen ließ sich die Entwicklung eines Karzinoms bei fast all diesen Patienten verhindern.

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Die Daten einer Pilotstudie mit Catechinen wurden jetzt auf einem US-Krebskongreß in Anaheim in den USA vorgestellt. An der Studie nahmen 62 Patienten mit einer fortgeschrittenen intra-epithelialen Prostata-Neoplasie teil. Normalerweise entwickeln innerhalb eines Jahres ein Drittel solcher Patienten ein Prostata-Karzinom.

Von den Teilnehmern erhielten 32 Männer täglich 600 mg Catechine aus grünem Tee, 30 erhielten Placebo. Catechine sind Pflanzenstoffe, die zu den Flavonoiden gehören. Die Vorsteherdrüsen wurden nach sechs und zwölf Monaten per Biopsie untersucht. Nach einem Jahr Therapie war nur ein Mann in der Gruppe mit Catechinen an einem Prostata-Karzinom erkrankt, neun waren es dagegen in der Gruppe mit Placebo.

Die tägliche Catechin-Dosis entsprach etwa derjenigen Menge, die in zehn bis 20 Tassen grünem Tee enthalten ist, so Professor Saverio Bettuzzi aus Parma. Die Catechin-Mischung enthielt zu 50 Prozent EGCG (Epigallo-Catechingallat).

EGCG induzierte in Zellkultur-Experimenten den kontrollierten Zelltod bei Prostata-Tumor-Zellen, nicht aber bei gesunden Zellen. EGCG gibt es in grünem, aber nicht in schwarzem Tee - bei der Fermentation zu schwarzem Tee werden Catechine oxidiert.

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