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Chirurgen starten Versorgungsstudie bei Darmkrebs

BERLIN (eb). Das kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste Krebserkrankung in den westlichen Ländern. Jährlich sterben in Europa etwa 200.000 Menschen daran.

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Bis heute gibt es weltweit keine große Versorgungsstudie, die mögliche Vorteile der chirurgischen Therapie bei fortgeschrittener Krankheit untersucht.

Diese Wissenslücke will das Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie mit der kürzlich gestarteten multizentrischen Studie SYNCHRONOUS schließen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie mit.

Geprüft wird in der Studie, ob das chirurgische Entfernen des Karzinoms vor einer Chemotherapie den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst. Aufgenommen werden Patienten mit fortgeschrittenem Karzinom im Stadium IV ohne lokale Komplikationen wie Ileus oder Blutungen.

Unbehandelt behandelt betrage die Lebenserwartung dieser Patienten im Schnitt zwölf Monate, mit einer Chemotherapie etwa 24 Monate.

Es gebe Hinweise auf einen positiven Effekt, wenn der Tumor vor der Chemotherapie entfernt wird, heißt es in der Mitteilung.

Demgegenüber steht das Risiko von Op-Komplikationen. Außerdem verzögert sich durch den Eingriff der Beginn der Chemotherapie. An der Versorgungsstudie nehmen 80 Kliniken in ganz Deutschland teil.

www.synchronous-trial.de

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