Darmkrebs: Fünf einfache Fragen können helfen, Leben zu retten

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Der Verein "1000 Leben retten", stellt Unternehmen, Institutionen und Organisationen einen Fragebogen zum Darmkrebs-Selbsttest zur Verfügung.

Von Ingeborg Bördlein

LUDWIGSHAFEN. Die Beantwortung von fünf einfachen Fragen zum Darmkrebsrisiko kann lebensrettend sein. So lautet das Credo des Vereins "1000 Leben retten" in Mannheim. Mit einem "Selbsttest", der in weniger als fünf Minuten zu bewerkstelligen ist, weiß jeder darüber Bescheid, ob er ein erhöhtes Darmkrebsrisiko hat.

Der Fragebogen wird von dem Verein für Mitarbeiter in Unternehmen, Institutionen und Organisationen kostenlos zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr soll verstärkt die breite Öffentlichkeit angesprochen werden.

Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar mit dem kostenlosen Selbsttest zu erreichen, kündigte Vereinsvorsitzender Henry Schneider aus Mannheim kürzlich bei einer Veranstaltung zum Darmkrebsmonat März in Ludwigshafen an.

Ehrgeiziges Ziel ist es, die zu erwartenden 2250 Todesfälle durch Darmkrebs im Rhein-Neckar-Raum mit 2,4 Millionen Einwohnern innerhalb von drei Jahren etwa um die Hälfte zu verringern.

Der kostenlose Selbsttest ist die erste Stufe eines Darmkrebs-Früherkennungsprogramms, welches der Verein zusammen mit der Stiftung LebensBlicke im letzten Jahr gestartet hat.

Mit äußerst geringem Aufwand könne sich zunächst jeder selbst die Frage beantworten, ob er für Darmkrebs überhaupt gefährdet sei, sagte der Vorsitzende von "1000 Leben retten".

Er erhofft sich breite Akzeptanz in der Bevölkerung, denn "einen Fragebogen zu beantworten tut ja nicht weh". An zweiter Stelle stehe der Stuhlbluttest und erst an dritter Stelle die Empfehlung zur Koloskopie bei 55-Jährigen und älter, bei positivem Stuhlbluttest sowie familiärem Risiko.

Mit dieser Kaskade der Testungen hofft man, den Menschen die Hemmungen vor einer Darmkrebsvorsorge zu nehmen, sagt Schneider. Übergeordnetes Ziel der Aktion sei es, das Thema Darmkrebs aus der Tabuzone herauszuholen und der Bevölkerung den Nutzen der Früherkennung nahezubringen.

Der Verein, dessen Name auch Programm ist, wurde Anfang letzten Jahres aus der Taufe gehoben. Initiatoren der Aktion "1000 Leben retten" sind die Stiftung LebensBlicke, der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar-e.V., das Gesundheitsnetz Rhein-Neckar e.V. und der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft e.V. Die Schirmherrschaft haben die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse und MLP-Gründer Dr. h.c. Manfred Lautenschläger inne.

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