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Darmpolypen wachsen früher im Leben als bisher vermutet

NEW YORK (ars). Darmpolypen entstehen früher im Leben als bislang angenommen. Das belegt eine US- Studie: Bei Menschen zwischen 40 und 50 Jahren fanden die Wissenschaftler sie mit gleicher Häufigkeit wie bei Menschen in der darauf folgenden Lebensdekade.

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Bei 553 Personen im Alter zwischen 40 und 50 machten die Forscher um Dr. Andrew Rundle eine Koloskopie: Bei 79 von ihnen (14 Prozent) entdeckten sie Adenome und entfernten sie. In der Altersgruppe zwischen 50 und 60 Jahren war dieser Anteil fast ebenso hoch: Hier hatten 56 von 352 Menschen (16 Prozent) eine präkanzeröse Läsion.

Unterschiedlich allerdings, wenn auch nur geringfügig, war in den beiden Gruppen die Zahl der fortgeschrittenen Neoplasien: Bei den Jüngeren wurden 11 entdeckt (2 Prozent), bei den Älteren 13 (3,7 Prozent), und ein Patient hatte bereits ein Adenokarzinom. Als fortgeschritten wurden Polypen gewertet, die größer waren als 10 mm, eine villöse Oberfläche oder hochgradige Dysplasien aufwiesen (Gastroenterology 134, 2008, 1311).

Nach Ansicht der Autoren aus New York sind die Ergebnisse Überlegungen wert, die Prävention schon früher anzusetzen als bisher. In Deutschland beginnen die Vorsorgeuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr mit Tests auf okkultes Blut im Stuhl, ab 55 übernehmen die Kassen die Kosten für eine Koloskopie. Dieses Vorgehen basiert darauf, dass die Inzidenz von Darmkrebs erst ab dem 60. Lebensjahr stark zunimmt. Dieser Anstieg jedoch, argumentieren die Wissenschaftler, markiere das Ende eines langsamen Wachstums, das bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnt. Durch Koloskopie mit Polypektomie schon in diesem Alter könne man dem vorbeugen.

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