Dauerhaft niedrig: Therapietreue bei Antihypertensiva

LÜTTICH (hub). Jeder zweite Patient beendet innerhalb eines Jahres die antihypertensive Therapie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse der Daten von fast 5000 Hochdruck-Patienten.

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21 klinische Studien der Phase IV hatten die Forscher aus Belgien ausgewertet. Die 4783 Patienten nahmen insgesamt 43 verschiedene Antihypertensiva ein, darunter auch ACE-Hemmer und Sartane - jeweils mit einer einmal täglichen Dosierung. Die Datensätze entsprachen 500 000 Tagen mit dokumentierter Einnahme oder Nichteinnahme der Arzneien (BMJ online).

Nahezu jeder Patient nahm im Laufe eines Jahres mindestens einmal seine Medikamente nicht ein. Die Hälfte verzichtete darauf einmal im Monat und jeder zweite unterbrach die Medikation für mehr als 76 Stunden mindestens einmal im Jahr. Insgesamt beendete jeder zweite Patient innerhalb eines Jahres die antihypertensive Therapie.

Als Konsequenzen folgern Professor Bernard Vrijens aus Lüttich und seine Kollegen: Patienten müssen regelmäßig auf die Notwendigkeit der Arznei-Einnahme hingewiesen und positiv motiviert werden. Dabei müsse die Tabletteneinahme in die Tagesroutine integriert werden.

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