Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Der Preis des Klonens ist zu hoch

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

"Wir werden uns nicht einigen können, wann Leben beginnt." Dieses Bekenntnis von Professor Jens Reich aus Berlin, Mitglied des Nationalen Ethikrates, wird seit heute die Diskussionen um das therapeutische Klonen noch stärker als bisher begleiten: Denn in Korea ist es offenbar erstmals gelungen, embryonale Stammzellen aus einem menschlichen Embryo herzustellen, der durch Klonen entstanden ist. Für die einen ist der entstandene Embryo der Beginn menschlichen Lebens, für die anderen dagegen nur ein Zellhaufen, der für medizinische Forschungszwecke genutzt werden kann.

Zweifelsohne ist die Transplantation von körpereigenem Gewebe, das aus solchen embryonalen Stammzellen entstanden ist, ein vielversprechender Therapie-Ansatz, weil zum Beispiel das Problem der Abstoßungsreaktion minimiert werden könnte. Doch zu welchem Preis?

Solange Zweifel über den Zeitpunkt des Beginns menschlichen Lebens bestehen, sollten Versuche zum therapeutischen Klonen auf Eis gelegt werden. Stattdessen muß viel stärker als bisher das Potential adulter Stammzellen ausgelotet werden. Sonst wäre der Preis der Klon-Forschung zu hoch.

Lesen Sie dazu auch: "Der Standpunkt Deutschlands in der Forschung mit Stammzellen ist inkonsistent und übermoralisierend"

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Lesetipps
Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?