Kommentar zur Corona-Impfbereitschaft

Der Zweck heiligt die Mittel

Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung lässt langsam nach. Warum also nicht kreative Ideen nutzen, um die Unschlüssigen doch noch zum Pieks zu bewegen?

Von Madlen SchäferMadlen Schäfer Veröffentlicht:

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist in Deutschland geimpft. Doch wie kann man die restlichen Menschen von einer Impfung überzeugen?

Lange haben wir eine Impfung gegen Corona herbeigesehnt. Der „Gamechanger“ sollte unser Ticket zurück in die Freiheit werden. Doch nach rund sieben Monaten Corona-Impfungen kommt die Impfkampagne ins Stocken. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist zwar bereits geimpft, doch das reicht nicht für die Herdenimmunität.

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Nach einer Zeit, in der ein Termin im Impfzentrum einem Sechser im Lotto glich, ist nun Impfmüdigkeit eingetreten. Nahezu überall können sich Menschen hürdenlos, teilweise ohne lange Wartezeiten und gar Termin, impfen lassen. Aber viele wollen es trotzdem nicht. In Berlin wie auch anderswo versucht man es mit kreativen Impfaktionen, wie etwa einem Impf-Drive-In bei Ikea.

Autos gegen Impf-Kritiker

Es mangele immer noch an der Aufklärung, sagen Manche. Müssen wir aber vielleicht einfach zu anderen Methoden greifen, um die restlichen Ungeimpften zu erreichen?

Geld oder Gutscheine wirken wie Bestechung. In den USA gibt es eine Impf-Lotterie. Es ist ein spielerischer Ansatz: Wer sich impfen lässt, nimmt automatisch an einer Lotterie teil und kann etwas gewinnen. Ein Impf-Anreiz, wie zum Beispiel der mögliche Gewinn eines Autos, kann womöglich selbst Impf-Kritiker überzeugen.

Natürlich wäre es schön, wenn die Aufklärungsarbeit fruchten würde. Bisher hat sie das aber wohl nur bei einem Teil der Bevölkerung geschafft. Warum für das Wohle aller also nicht mal neue Wege wagen?

Schreiben Sie der Autorin: gp@springer.com

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