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Kommentar

Der kluge Arzt baut vor

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Depressionen treffen bekanntlich besonders alte Menschen. 15 bis 25 Prozent über 65 Jahre entwickeln nach den Ergebnissen epidemiologischer Studien eine sogenannte Altersdepression. Schwere Depressionen sind bei ihnen besonders schwierig in den Griff zu bekommen, da alte Menschen nicht selten alleine leben und die korrekte Einnahme der Medikation daher weniger sichergestellt ist.

Um so hilfreicher könnte daher ein einfacher Test sein, der Patienten mit hohem Risiko für eine schwere Depression identifiziert, so dass eine frühzeitige Therapie ermöglicht wird. Genau dies scheint jetzt machbar zu werden. Mit drei über die Anamnese zu ermittelnden Kriterien lässt sich erkennen, welche Patienten ein hohes Risiko für eine schwere Depression haben: leichte depressive Symptome plus das Gefühl, zu wenig Hilfe im Alltag zu bekommen, plus Depression in der Anamnese.

So könnten künftig bei alten Patienten nicht nur schwere Depressionen verhindert werden, sondern auch die durch diese Krankheit bedingten ungünstigen Einflüsse auf Begleiterkrankungen. So ist mittlerweile bekannt, dass bei Diabetikern mit Depression die Sterberate deutlich höher ist als bei nicht depressiven Diabetikern. Ähnlich ist es bei Herz- und COPD-Kranken.

Lesen Sie dazu auch: Risiko für schwere Depression ist leicht zu ermitteln

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