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Deutschland Europameister bei MS-Versorgung

NEU-ISENBURG (mut). In Deutschland werden Patienten mit MS europaweit am besten versorgt. Das geht aus einer Umfrage der European Multiple Sclerosis Platform (EMSP) hervor, die jetzt dem Europaparlament vorgestellt wurde.

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In Deutschland erhalten MS-Patienten im Vergleich mit 31 europäischen Ländern demnach die beste medizinische Versorgung und Rehabilitation, teilt die von der EU geförderte Organisation "Multiple Sclerosis Information Dividend" (MSID) mit. Die Organisation hat die MS-Versorgung mit einem strukturierten Fragebogen ermittelt. Bei optimaler Versorgung sind mit diesem Fragebogen 270 Punkte möglich.

Deutschland hatte mit 240 Punkten das beste Gesamtergebnis vor Dänemark (237) und Island (231) und lag somit auch weit über dem Durchschnitt von 156 Punkten. Am schlechtesten werden MS-Patienten derzeit in Rumänien (82 Punkte) betreut.

Vor allem beim Zugang zu MS-Therapien gibt es große Unterschiede. Hier erreichten die Niederlande 72 von 75 möglichen Punkten, Bulgarien nur 21 Punkte. Deutschland bekam 71 Punkte.

Der Anteil der Patienten, die krankheitsmodifizierende Medikamente erhalten, reichte von 90 Prozent in Luxemburg bis 2 Prozent in Polen (Deutschland: 70 Prozent, Rang 2). Und während in Großbritannien alle MS-Patienten Zugang zu ambulanter Reha haben, ist es in Litauen nur ein Prozent, in Deutschland sind es 80 Prozent (Rang 5). Der Anteil der MS-Patienten, die bereits früh aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, beträgt in einem Drittel der analysierten Länder mehr als 50 Prozent. Länder wie Österreich und Dänemark erreichen jedoch Raten von weniger als 20 Prozent, Deutschland zwischen 20 und 30 Prozent.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage gibt es im Internet unter www.ms-id.org/barometer2008.

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