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Diabetes und Gefäßerkrankungen sind wie siamesische Zwillinge

DRESDEN (dür). Diabetes und Gefäßerkrankungen kommen häufig gemeinsam vor und beeinflussen sich gegenseitig negativ. "Deshalb ist es wichtig, bei Diabetes auf die Gefäße zu schauen", betonte Privatdozent Reinhardt Sternitzky bei der bundesweiten Aufklärungs-Aktion "Gesünder unter 7" in Dresden.

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"Patienten mit Diabetes mellitus haben ein hohes Risiko für Gefäßerkrankungen. Zudem wird der Diabetes häufig erst dann erkannt, wenn Patienten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen haben", berichtete der Gefäßspezialist aus der Dresdener Praxisklinik Herz und Gefäße.

Ein Indikator für hohes Herz- und Hirninfarkt-Risiko ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (AVK). "Für Diabetiker mit AVK und Bluthochdruck erhöht sich zum Beispiel das Risiko für einen Schlaganfall um das Zwölffache", sagte Sternitzky. Er erinnerte daran, dass mehr als 75 Prozent aller Diabetiker an Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt sterben.

Eine AVK lässt sich bei Patienten in der Hausarztpraxis leicht diagnostizieren - durch Blutdruckmessung am Knöchel und am Arm. Der duplexsonografisch ermittelte Blutdruck am Knöchel wird durch den höheren der beiden per Manschette gemessenen Oberarm-Blutdruckwerte dividiert. Dies ergibt den Ankle-Brachial-Index (ABI).

Bein- und Armblutdruck sollten möglichst übereinstimmen. Ab einem Quotienten von unter 0,9 liege klar eine AVK vor. Dann solle eine weitergehende Diagnostik beim Gefäßspezialisten veranlasst werden, um herauszufinden, wo sich Stenosen befinden, rät Sternitzky.

Zur Primär- und Sekundärprävention von AVK sollten Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht vermindert werden. Auch Sport und Bewegung seien eine wichtige Maßnahme der Prävention, erinnerte der Angiologe.

Bei der bundesweiten Aktion "Gesünder unter 7" wird darüber informiert, dass Diabetiker eine gute Stoffwechseleinstellung brauchen, um Folgekrankheiten zu vermeiden. Als letzte Station in diesem Jahr ist die Aktion des Unternehmens Sanofi-Aventis am 6. und 7. September in Bayreuth im Rotmain-Center zu Gast. Die "Ärzte Zeitung" ist Medienpartner bei der Aktion.

Mehr Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter der Adresse www.gesuender-unter-7.de



Aufklärung zum Thema Blutgerinnsel

Um Patienten über Ursachen von Plaques und Thrombosen sowie die Folgen Herzinfarkt, Schlaganfall und AVK aufzuklären, unterstützt Sanofi-Aventis die Kampagne: "Schau genauer hin!" Dazu gibt es ein Wartezimmer-Poster und ein Info-Faltblatt. Auf dem Poster und dem Faltblatt wird erklärt, wie Blutgerinnsel in Arterien entstehen, welche Risikofaktoren die Bildung von Gerinnseln erhöhen, und warum es wichtig ist, auf Zeichen einer Schaufensterkrankheit zu achten. Aufgeführt sind auch sechs Regeln zur Senkung des Risikos von Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Koalition "Schau genauer hin!" vereint Organisationen aus sechs Ländern, die sich bei der Aufklärung der Bevölkerung über Herzerkrankungen, Schlaganfall und Diabetes engagieren. (eb)

Die Materialien für die Kampagne können über den Außendienst von Sanofi-Aventis bezogen werden oder über das Web:

http://www.onlineakademie.info oder http://www.arterie.com.

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